Montag, 24. Oktober 2016
Dank an Kirk und Rhodan und viel Glück für Schiaparelli
Die Europäische Weltraumagentur Esa hat noch immer kein Signal vom Marslander Schiaparelli empfangen, der in der letzten Woche auf dem Mars landete oder abstürzte. Oder wurde sie abgeschossen oder gar entführt? Wie auch immer…
Die gemeinsame ESA-Expedition zum Mars ist ein Beispiel für Perry Rhodans sogenannte Eroberung des Raumes, die den Menschen auszeichnet und sein Potential andeutet. Ob der Kontakt mit Außerirdischen - wie mit den Arkanoiden im Falle Perry Rhodans – dem Menschen helfen wird, seine seit den 1960er Jahren mögliche und bewusste Selbstzerstörung bzw. die Tendenz dazu überwinden kann, sei dahin gestellt.
Kein Märchen: Vom Polizisten zum Utopisten
Anlässlich des Todestages von Gene Roddenberry, der am 24. Oktober 1991 an den Folgen eines Schlaganfalls starb, erinnern und gratulieren an Roddenberrys großen Coup: Die wohl bekannteste Science-Fiction-Serie Star Trek. Warum dies an dieser Stelle? Ganz einfach. Gene Roddenberrys Star Trek ist ein hervorragendes Beispiel für die These von der Macht der (bewegten) Bilder.
So wie etwa Jules Vernes Ideen Einfluss auf die (nicht nur) technische Entwicklung des 20. Jahrhunderts hatten und wirkt der jüngere, moderne Science-Fiction-Klassiker Star Trek bis heute auf unser Leben. Und dass, ganz unabhängig davon, ob es neue Folgen der Serie gibt oder wir Science-Fiction-Fans sind oder nicht.
Vieles ist längst Realität – die Vorbilder des Smartphones
Die technischen Visionen der Star Trek-Utopie wurden und werden immer wieder weiterentwickelt, inspirieren die Wissenschaft und beeinflussen so auch unser gegenwärtiges Leben, unsere Zukunft. Denn vieles, was in den späten 1960er Jahren in der zunächst recht erfolglosen TV-Serie eine futuristische Skizze war, ist heute Alltag.
Nicht nur das Beamen oder der Warp-Antrieb lassen noch auf sich warten. Auch ein multiethnisches Team von einer Erde, deren Bevölkerung alle kriegerischen Konflikte zugunsten der gemeinsamen, friedlichen Eroberung des Weltraumes aufgibt, ist noch nicht in Sicht.
Service und Links
- Steffen Prell über den "Star Trek"-Schöpfer Gene Roddenberry, hier
- Katja Weber und Hubert Zitt im Gespräch über die Star Trek-Serie und deren Einfluss auf technische Entwicklungen, hier
- Dirk Lorenzen über Captain Kirk, Mr. Spock und die Enterprise, hier
- 50 Jahre Raumschiff Enterprise - Star Trek"-Fun Facts von Deutschlandradio Kultur, hier
- Star-Trek-Regisseur Justin Lin und Star Trek, hier
- philosophische Betrachtungen zur Faszination Weltraum und Star Trek, hier
- 50 Jahre "Raumpatrouille Orion - Die deutsche Antwort auf Captain Kirk, hier
Sonntag, 23. Oktober 2016
Ausstellungskritik: Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar – nur noch bis 30. Oktober in Köln – ab Juli 2017 dann in Essen
Dank der jeden Donnerstag angebotenen, mit viel Engagement, Expertise und Humor vorgetragenen Führung haben wir eine guten Einstieg in die Ausstellung zum Thema Soziales Bauen gehabt, die passend inmitten der größten Baustelle für Wohnungen in Köln zu sehen ist.
Sehr schön auch die Anekdote, der zufolge der auf der Baustelle vertretene Bauherr GAG just einen Tag vor Ausstellungsbeginn ein riesiges Werbeplakat anbringen ließ, so dass die Ausstellungsbesucher durch das extra für die Ausstellung geschaffene Panoramafenster weniger von der Baustelle, dafür aber eine vermeintlich zufriedene GAG-Kundin sehen können.
Der perfekte Ausstellungsort und der kölsche Klüngel
Auch spannend der Hinweis, dass die nun sukzessive realisierte Bebauung auf dem Gelände der Clouth-Fabrik heute – dank der grassierenden Wohnungsnot – noch viel dichter ausgefallen würde. Zum Glück für Käufer und künftige Mieter sind die Clouth-Pläne schon ein paar Jahre alt. Denn Köln boomt, bis 2030 wird sie, so die hehr vorsichtige Prognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, wird die Domstadt um dreißigtausend Einwohner wachsen.
6.000 neue Wohnungen werden daher jedes Jahr gebraucht und derzeit werden nur - oder besser immerhin schon – rund 4000 Baugenehmigungen pro Jahr erteilt. Der Blick durch das eben erwähnte Ausstellungspanoramafenster zeigt einen Ausschnitt des 14,5 Hektar großen Areals der ehemaligen Rheinischen Gummiwarenfabrik Franz Clouth. Bis 2019 entsteht hier ein neues Veedel – das Kölsche Wort für Stadteil oder Viertel - mit elftausend Wohnungen. Die ersten 150 sind bereits bezogen, 100 weitere sind gerade eben bezugsfertig geworden. Es ist das größte innerstädtische Entwicklungsgebiet der Stadt auf dem bis 2019 1.100 Wohnungen entstehen - also nicht 11.000 wie F.A.Z. Autor Rossmann schreibt.
Die Eigentümerquote in Deutschland lag 2011 bei 45,9%
Um die Ausstellung und das große Thema Soziales Bauen zu strukturieren, haben die Ausstellungsmacher, das M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW – Team, 5 Themenkomplexe geschaffen, die Soziales Bauen von möglichst verschiedenen Perspektiven her beleuchtet. Gemeinsam mit dem Düsseldorfer Büro für Ausstellungsgestaltung und Grafik nowakteufelknyrim wurden 5 polymorphe Räume geschaffen, die sich auf die Urform des Hauses – das berühmte fertig ist das Nikolaushaus – beziehen und sich jeweils auf einen Themenkomplex konzentrieren.
Das Recht auf Wohnen und der vorbildliche Wohnungsbau der 1920er Jahre
Die Schlagwörter für die 5 Themen sind 1. ‚Küche Diele Bad‘, hier werden Wohntypologien als Spiegel gesellschaftlicher Prozesse vorgestellt. 2. ‚Die Akteure‘, also die Frage, wer baut eigentlich? Hier werden deutschlandspezifische Informationen zum Mietmarkt und die klassischen Akteure wie Wohnungsgenossenschaften, private Investoren, Genossenschaften und Baugruppen vorgestellt. Der 3. Komplex widmet sich dem ‚Recht auf Wohnen‘, hier werden die zahlreichen, umstrittenen Bauvorschriften und Rahmenbedingungen erläutert, die sich aus der staatlichen Förderung ergeben.
‚Das Haus‘ wird der 4. Komplex genannt, hier werden verschiedenen Architektur-Typologien vorgestellt, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelten und recht aktuelle Beispiele des geförderten Wohnungsbaus. Der 5. Komplex widmet sich dem Thema unter dem Schlagwort ‚Wohngebiete‘ und skizziert den Wohnungsbau der letzten 120 Jahre als eine Reihe von Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen.
Die Dreiteilung des deutschen Wohnungsmarktes: private Wohnungsunternehmen (36%), kommunale Wohnungsunternehmen (29%) und Genossenschaften (31%)
Viele fragen sich natürlich – so wie F.A.Z.-Rezensent Andreas Rossmann in seinem Artikel – warum kommt die aktuelle Flüchtlingsdebatte nicht vor? Rossmann beklagt dies und schreibt, dass auch ‚Container, Leicht-, Modul- und Plattenbau’ nicht vorkommen. Stimmt aber nicht. Natürlich kommt der Plattenbau – in West und Ost – und auch das modulare Bauen vor.
Wir haben einen der Kuratoren der Ausstellung – Peter Köddermann – gefragt, wo denn die Flüchtlinge als ein Aspekt der Wohnungsnot abgebildet seien. Er betonte, dass das M:AI sich bewusst gegen eine explizite Thematisierung der Flüchtlinge entschieden habe, denn deren Interessen seien letztlich denen der bereits hier lebenden Bevölkerung sehr nahe. Außerdem hat der Deutsche Pavillon der letzten Architektur-Biennale in Venedig dies zum Thema gewählt.
Und dass es vor allem in den Großstädten an bezahlbarem Wohnraum mangelt, war schon vor der sogenannten Krise ein Problem. In diesem Sinne argumentiert auch Rossmann in der F.A.Z: ‚Die Flüchtlinge haben es allenfalls größer gemacht - und das öffentliche Bewusstsein dafür geschärft. Ihre Wohnbedürfnisse sind keine grundsätzlich anderen als die der weniger finanzkräftigen Bevölkerungsschichten. Doch erst die Debatte über ihre Aufnahme hat das Thema ganz oben auf die politische Agenda gesetzt.‘
Fazit
Die Ausstellung in der Halle 18 auf dem Gelände der Clouth-Fabrik erlaubt einen umfassenden Überblick, denn Ziel ist es, den Aspekt des Sozialen Bauens möglichst aktuell von vielen Seiten zu beleuchten. Das gelingt in einer spannenden Ausstellungsarchitektur, mit vielen anschaulichen Modellen und interaktiven Elementen und ansprechendem Ausstellungsdesign.
Die durchaus komplexen Themen werden anschaulich vermittelt, wer sich die Zeit nimmt, kann durchaus ein paar Stunden mit dem Studium der Texte und Graphiken verbringen. Doch da sich die Ausstellung in einer alten, ungeheizten Fabrikhalle befindet, empfiehlt es sich, diese warm gekleidet zu besuchen.
Experten werden sicher vieles vermissen, doch da sie nicht die Zielgruppe sind, kann dem M:AI zu dieser vielseitigen Ausstellung durchaus gratuliert werden. Schade nur, dass die Ausstellung schon Ende Oktober eingepackt wird, um dann im Sommer nächsten Jahres in Essen wieder installiert zu werden. Mit zielgruppengerechter und nachhaltiger Werbung für das Projekt, könnte die Ausstellung sicher viele Interessierte auf die aktuell größte innerstädtische Baustelle Kölns locken.
Service
Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar - bis 30. Oktober
Clouth-Gelände an der Xantenerstraße zwischen Kalkarer Str. und Kretzerstraß
50733 Köln
- Öffnungszeiten: Di – So von 11 – 18 Uhr und donnerstags bis 19 Uhr
- lobenswert: Eintritt frei und kostenlose Führungen, immer donnerstags, 18 Uhr, nach Anmeldung unter info@mai.nrw.de
Links
- die Website zur Ausstellung Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar, hier
- die F.A.Z.-Rezension der Ausstellung von Andreas Rossmann, hier
- was man eben soziales Bauen nennt. Friedrich Achleitner über die Architektin Grete Schütte-Lihotzky, hier
- Soziales Bauen in Mexiko, Baunetz Woche #459, hier
- Modernes und soziales Bauen in Afrika - Afritecture, Ausstellung des Münchner Architekturmuseums (2014), hier
Freitag, 21. Oktober 2016
Frankfurt-Köln-Kassel: Learning from Athens Post - Hilfe aus Athen, 23. Oktober Köln
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| Postalisch übersandte Kunsthilfe aus Athen - Eine Kooperation des Kölner Büros für Brauchbarkeit und des Athener Ausstellungsraumes 3137 © Büro für Brauchbarkeit / 3137 |
Die documenta 14 findet eigentlich erst im Sommer 2017 statt. Doch dank eines geschickt inszenierten Spendenaufrufs im Rahmen der Frankfurter Buchmesse rückte die kommende documenta erneut ins öffentliche Interesse. Auch in Köln scheint das documenta14-Konzept learning from Athens bereits Formen anzunehmen…
Aber eines nach dem anderen: Für die Kasseler Ausgabe der documenta 14 will die Künstlerin Marta Minujín auf dem Friedrichsplatz aus 100.000 Büchern den Athener Parthenon-Tempel nachbauen. Also dort, wo Joseph Beuys 1982 wirkungsmächtig seine 7000 Basaltstelen abladen ließ und die Nazis Bücher verbrannten und Aufmärsche zelebrierten.
Doch mit dem Spendenaufruf auf der Frankfurter Buchmesse beginnt die Aktion von Marta Minujín erst, denn irgendwo her müssen die Bücher ja kommen und durch die Spendenaktion dürfen die vielen Buch-Spender sich als Teil der Arbeit begreifen - partizipieren. Der künstlerische Leiter der documenta 14, Adam Szymczyk, meint, die Bücher-Installation auf dem Kasseler Friedrichsplatz könne anregen, über Demokratie nachzudenken. Gute Idee.
Post Hilfe aus Athen rettet Kölner Off-Szene
Aber jetzt zurück nach Köln. Denn hier hat die Hilfe aus Athen schon konrete Formen angenommen, auch wenn dies nicht Teil der documenta 14 ist. Post-Hilfe aus Athen ist der Titel der aktuellen Ausstellung, besser des Experiments, im Ausstellungsraum des Büro für Brauchbarkeit.
Hier folgt ein Zitat aus der Pressemeldung zur Ausstellung, die am kommenden Sonntag feierlich vinissagiert wird:
'Das kuratorische Team des Büros für Brauchbarkeit ist dezimiert und ideenlos aus dem Sommerloch zurückgekehrt und empfängt seit Anfang Oktober Rettungspakete vom Athener Raum 3137, um die vorübergehende Leere des Ausstellungsraumes zu füllen.'
POST Hilfe aus Athen, kuratiert von Lisa Busche, Lena Geuer und Florian Müller, finale Präsentation der Rettungspakete und ihrer Auswirkungen am Sonntag, den 23. Oktober von 16 – 20 Uhr. Es gibt griechische Alkoholika. Im Rahmen des AIC Wochenendes.
Service und Links
- die Website des Büros für Brauchbarkeit zur Ausstellung Post - Hilfe aus Athen Athen, hier
- die Website des Athener Ausstellungsraumes 3137, hier
- Adam Szymczyk, Leiter der documenta 14, im Gespräch mit Maja Ellmenreich über den Tempel der verlorenen Bücher der Künstlerin Marta Minujín, hier
- Kommentare: Kreativität in Krisenzeiten - Tabea Grzeszyk über den Auftakt der documeta 14 in Athen und Parlament der Körper - Wolfgang Landmesser über den Auftakt der documeta 14 in Athen, hier
- der letzte kunstlich.com-Beitrag zur letzten Kooperation des Kölner Büros für Brauchbarkeit und des Athener Ausstellungsraumes 3137: Kosmas Nikolaou, hier
Mittwoch, 19. Oktober 2016
Kunstinitiativen Köln / Art Initiatives Cologne: AIC On Festival 21. - 23. Oktober
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| Ein Screenshot der Website der Kunstinitiativen Köln / Art Initiatives Cologne, kurz AIC. © AIC |
Nach Schockstarre und Depression hat sich die Kulturszene der Metropole am Rhein vom Wegzug zahlreicher Kulturschaffender und -institutionen in die neue, alte Hauptstadt erholt. Die Bedingungen für eine reichhaltige Kulturszene sind gut.
Die Akademie der Künste der Welt, die Kunsthochschule für Medien, die internationale filmschule, die Hochschule für Musik und Tanz Köln - um nur die größten kulturellen Bildungsinstitutionen zu nennen - sowie die Universität zu Köln und die Fachhochschulen verzeichnen insgesamt über 100.000 Studierende.
Köln ist somit der größte Bildungs- und Forschungsstandort innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr und nicht nur die Studierenden genießen das vielseitige, kulturelle Angebot der Kultur-Flaggschiffe - die Museen, Galerien, Archive, Bibliotheken und Konzerthäuser, Oper und Theater...
Aber Kölns Kulturleben bietet viel mehr als das Programm der großen Institutionen. Und darauf, auf die mehr oder minder kleinen, nicht so üppig oder gar nicht subventionierten Orte für Kultur, wollen wir uns an dieser Stelle konzentrieren, denn es scheint, als tue sich da was. Zuletzt hatten wir den Ausstellungsraum des Büros für Brauchbarkeit in Kalk vorgestellt, siehe hier, weitere, junge wie etablierte OFF-Orte folgen an dieser Stelle.
Die Renaissance der OFF-Szene
Nach der einleitend erwähnten Phase der Depression und Stagnation hat sich mit Hilfe vieler Köpfe und Ideen eine neue Motivation, eine sichtbare, neue Lust an der Praxis eingestellt. Stellvertretend, weil so zentral und sichtbar, für viele andere, spannende Orte können die zahlreichen Veranstaltungen auf/am/um den Kölner Ebertplatz angesehen werden.
Der Ebertplatz ist der zentrale Ort nörlich des Bahnhofs, nahe am Rhein, an dem seit über 20 Jahren die Rolltreppen rosten. Letzteres ist übrigens ein tolles Bild für den Stillstand oder besser Zustände in der Stadt Kölns. Oder ist das etwa moderne Kunst und keiner hat's gemrkt, weil das Schild entfernt und die Kunstvermittlung gekürzt wurde?
Der rumänische Touch der Dommetropole
Und wer weiß eigentlich, dass die riesige Plastik auf der Mitte des Ebertplatzes ein Brunnen ist, aus dem einmal Wasser strömte? Vor ungefähr 30 Jahren... Ähnlich peinlich ist eigentlich nur noch die regelmäßige Sperrung des zentralen, von Dani Karavan geschaffenen Platzes am Museum Ludwig. Denn die unter dem Platz befindliche, weltberühmte Philharmonie leider unter den Geräuschen von Passanten, die mangels funktionierender Schallisolierung in den Konzertsaal übertragen werden.
Doch statt den Platz bzw. die Decke des Konzerthauses zu sanieren werden Absperrbänder und Aufsichtspersonal bemüht. Die rumänische Lösung, formulierte jüngst ein in Köln gastierender Künstler aus Bukarest treffend und betonte, dass diese absurde 'Lösung' in allen nicht-deutschsprachigen Köln-Reiseführern erwähnt wird.
Aber jetzt zurück in die Gegenwart, zur Hoffnung: Endlich - Einen Überblick auf die zahlreichen alten wie jungen Kulturräume in Köln abseits der vermeintlich so fetten (Kulturförderungs-)Töpfe von Stadt, Land und Bund bietet der jüngst geschaffene Zusammenschluss der Kunstinitiativen Köln / Art Initiatives Cologne, kurz AIC.
Hier folgen ein paar Auszüge von der Website der AIC und die Einladung zum ersten Festival am kommenden Wochenende. Wir wünschen AIC ON viel Erfolg und interessiertes Publikum und hoffen, dass die Initiative es schafft, sich langfristig zu etablieren und die Situation der OFF-Szene nachhaltig zu verbessern. Auch dem leider schlicht und ergreifend nur noch beliebig zu nennenden Tageskalender des Stadtmagazins Stadtrevue sollte diese Konkurrenz gut tun.
Kunstinitiativen Köln / Art Initiatives Cologne
Die 'Art Initiatives Cologne (AIC) ist ein 2016 gegründetes Netzwerk freier, nicht kommerzieller Kunst- und Projekträume, Kunstinitiativen und Festivals in Köln. Art Initiatives Cologne (AIC) ist als Verein organisiert und versammelt zum Start rund 35 Kölner Initiativen, die zeitgenössische Kunst ausstellen, produzieren, diskutieren und vermitteln.
Ziel von AIC ist es, die regionale wie internationale Präsenz der freien Kölner Kunstszene sowie die Vernetzung untereinander durch kooperative Aktionen, Publikationen, Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekte aktiv zu unterstützen.
AIC ON - vom 21. - 23. Oktober steht in Köln das OFF im Fokus
OFF-Spaces, Projekträume, Festivals, Magazine, nomadische Kunstprojekte, Kunstvereine, Aktionslabore – die unabhängigen Kunstinitiativen in Köln agieren mannigfaltig und facettenreich. Einige sind seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten aktiv.
OFF-Plattformen vieler Art sind keine Neuheit mehr in Köln, neu scheint jedoch deren Positionierung. Denn das OFF steht nicht länger im Abseits, sondern mehr und mehr im Fokus, im ON. Das OFF ist ein Fluidum, es bietet Raum für Experiment, transdisziplinäres Arbeiten und die Entwicklung neuer eigenständiger Formate.
support your local heroes
KünstlerInnen, KuratorInnen und KulturmanagerInnen organisieren sich unabhängig von etablierten Institutionalisierungsformen. Die OFF-Kultur hat sich neben den großen Institutionen und Galerien in Köln zu einer impulsgebenden Kraft entwickelt und feiert 2016 den Zusammenschluss der Kunstinitiativen Köln / Art Initiatives Cologne, kurz AIC.
Service und Links
- die Website Kunstinitiativen Köln / Art Initiatives Cologne, hier
- das Programm der Kunstinitiativen Köln / Art Initiatives Cologne als PDF, hier
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