Freitag, 19. Januar 2018

Köln - Performance: Alles, was Du nie über mich wissen wolltest, 22. Januar, 19 Uhr

Mit diesem Bild wirbt das Institut für Kunst & Kunsttheorie für die Performance am kommenden Montag. Und da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Nastassia Belasava, Rebecca Eder, Santana Haas, Lisa Müller, Christin Niehoff, Miriam von Kutzleben, Hanna Held, Luca Marie Tüshaus, Janina Susan Weiss, Judith Surmund, Franziska Lüdecke, Julia Dick / Institut für Kunst und Kunsttheorie / Universität zu Köln

Das Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln wurde und wird im Rahmen der Reihe über spannende, aber leider kaum bekannte Veranstaltungen von Kultur- und Bildungsinstitutionen an dieser Stelle bereits mehrfach vorgestellt. Doch diese Veranstaltung fällt etwas aus dem Rahmen...

Denn es handelt sich um keinen Vortrag, sondern um eine Performance. Und hieran zeigt sich, wie vielfältig Forschung und Lehre an diesem Institut verstanden und betrieben wird, nicht nur Kunsttheorie, auch Kunst...

Hier folgen die Zeilen aus der Einladung zur Performance ''Alles, was Du nie über mich wissen wolltest''

''Die Wahrheit kann unliebsam, hässlich, anstößig, unbequem, nackt … sein - egal - wir wollen ihr in die Augen sehen.

Und uns auf die Suche nach der Wahrheit über uns Menschen begeben.
Wir bohren, quälen, lügen, suchen, hadern.
Probieren alles, um vorzudringen zu … diesem „Inneren“.
Alle Fragen sind erlaubt - alle Mittel recht.''
 


Eine Performance von den flüssigen Hüllen Nastassia Belasava, Rebecca Eder, Santana Haas, Lisa Müller, Christin Niehoff, Miriam von Kutzleben, Hanna Held, Luca Marie Tüshaus, Janina Susan Weiss, Judith Surmund und Franziska Lüdecke - unter der Leitung von Julia Dick.
 

Service / Links
Performance: Alles, was Du nie über mich wissen wolltest
Montag, 22. Januar - 19:03 Uhr - Universität zu Köln - Humanwissenschaftlichen Fakultät - Gronewaldstr. 2 - Raum aeb 2.104


http://kunst.uni-koeln.de/
http://mbr.uni-koeln.de/aesth/

Donnerstag, 18. Januar 2018

Köln-Moskau: Die Simultanhalle zu Gast im Goethe-Institut

Dieses Plakat wirbt in Russland für die deutsche Provinz - das Logo der Simultanhalle in Moskau. Da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Goethe Institut Moskau / MMOMA / Simultanhalle

Regelmäßigen Lesern unseres Blogs ist der kleine Kunst-Ort im Norden der Domstadt, in Köln-Volkhoven bekannt: Die Simultanhalle, der Moch-Up, die architektonische Mutter des weltbekannten Kölner Museum Ludwig. Wir freuen uns wie Bolle für das aktuelle Kuratorenteam, das die Ehre hat, die Simultanhalle in einer Ausstellung in Moskau zu zeigen...

Es ist eine Kooperation des Moskauer Goethe Instituts mit dem noch recht jungen MMOMA (a.k.a. Moskauer Museum für Moderne Kunst und zu dieser Abkürzung sparen wir uns jeden Kommentar). Daher folgen hier nun ganz schlicht die Zeilen aus der Presseerklärung der Simultanhalle zur Ausstellung in Moskau:
 
''Die deutsche Kunstszene ist nicht nur geprägt von weltweit bekannten Namen und starken Institutionen, sondern auch durch eine lebendige, stetig wachsende Landschaft von selbstorganisierten, nicht-kommerziellen Kunsträumen. Solche Initiativen sind wichtige Impulsgeber für die zukünftigen Programme von Museen und Ausstellungshäusern; in Moskau sind sie bisher jedoch kaum bekannt.

Der "Raum für Kunst", ein gemeinsames Projekt des Goethe-Instituts und des Moskauer Museum für Moderne Kunst (MMOMA), möchte dies ändern. Im neuen Bildungszentrum des MMOMA im Ermolaevskij Pereulok werden bis Ende 2018 unabhängige Kunsträume aus Deutschland zu sehen sein. Eingeladen werden Kunsträume mit verschiedenen Organisationsstrukturen, Finanzierungen und Programmatiken, deren Erfahrungen im lokalen Kontext interessant und nützlich sein können. Über jeweils drei Monate entwickeln sie ihr Programm vor Ort und regen so zu einem Dialog mit Moskauer Kunstinitiativen und Künstlern an.

Den Auftakt macht die „Simultanhalle“ aus Köln, gefolgt vom Leipziger Projektraum "D21" und dem Kunstraum "District" in Berlin. Sie alle präsentieren mobile, sich fortlaufend entwickelnde Programme, die Ausstellungen, Performances, Filmvorführungen und Diskussionen mit der Moskauer Kunstszene einschließen. Neben den künstlerischen Präsentationen geht es dabei immer auch um verschiedene Formen und Möglichkeiten von Selbstorganisation in der Kunst, um Konzepte, Fragen der Finanzierung und das Zusammenspiel mit anderen Akteuren aus der Kunst.

Das Programm der Simultanhalle gliedert sich in drei individuelle Abschnitte, von denen jeder einen bestimmten Aspekt der kuratorischen Praxis der Simultanhalle widerspiegelt.''

Mehr zum Thema, mehr über die Geschichte und das aktuelle Programm der Kölner Simultanhalle findet man hier: www.simultanhalle.de

Dienstag, 16. Januar 2018

Berlin: Vortrag - Horst Bredekamp über Fragen der Zerstörung und Rekonstruktion - 17. Januar, 18 Uhr

Ein Screenshot der Website des KINDL © KINDL

Da sollte man und Frau hingehen und zuhören. Nicht nur weil Horst Bredekamp ein begnadeter Denker, sondern auch ein ebenso talentierter Rhetoriker ist. Wer einmal die Gelegenheit hatte, ihn zu hören, wird den Esprit, die Schärfe der Kritik und den Humor schätzen. 

Bredekamp spekulierte schon zu Beginn der 1990er über die Zukunft der Kunstgeschichte, über Chancen und Risiken von PC und IT für die Kulturwissenschaften. Eine bis heute an noch immer erschreckend vielen Orten kaum gestellte Frage, von der Finanzierung der Institutionen mal ganz abgesehen... 

Im Sinne unserer mit viel Lob und Aufmerksamkeit (Klicks) bedachten Reihe über die kaum bekannten bzw. beworbenen Veranstaltungen von Kultur- und Bildungsinstitutionen folgen hier nun die Zeilen des Berliner KINDL zum Vortrag von Horst Bredekamp. Und weil das KINDL ja auch ein durchaus sehenswertes Ausstellungshaus ist, folgen weiter unten die Informationen über das aktuelle Ausstellungsprogramm.

''Ausgehend von Palmyra unterzieht Horst Bredekamp die Weigerung, zerstörte Kulturgüter zu rekonstruieren, einer grundlegenden Kritik und verteidigt eine „kämpferische Rekonstruktion“ in verschiedenen Spielarten. Zu den Beispielen, die angeführt werden sollen, wird auch das Humboldt Forum gehören.''

Aura oder Nicht-Aura? Benjamin oder was?

''Der Entschluss zur Wiedererrichtung des Berliner Schlosses war auch als eine Negation seiner Sprengung 1950 gedacht. Diese Überlegungen stehen im weitesten Rahmen im Zusammenhang mit Bredekamps Kritik an Walter Benjamins Reproduktionsthese, die er zuerst 1975 und dann vielfach wiederholt vorgebracht hat. 

Bredekamp ist der Überzeugung, dass Reproduktion die Aura des Originals so gut wie niemals zerstört. Vielmehr entfaltet sie durchweg eine eigene Aura, die in der Regel kaum vorhersehbare Prozesse auslöst, was an ausgewählten Beispielen anschaulich gemacht werden soll.''

Hintergrundinformationen zu Horst Bredekamp


Prof. Dr. Horst Bredekamp war seit 1982 Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg; seit 1993 lehrt und forscht er an der Humboldt-Universität Berlin. Er ist einer der Gründungsintendanten des Humboldt Forums in Berlin. 

Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehören Kunst als Medium sozialer Konflikte. Bilderkämpfe von der Spätantike bis zur Hussitenrevolution (1975), Antikensehnsucht und Maschinenglauben. Die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte (1992), Galileis denkende Hand (2015), Der Bildakt (2015) und der Essay Das Beispiel Palmyra (2016).

EN:  "Zur Frage der Zerstörung und Rekonstruktion" - Lecture by Horst Bredekamp
Wednesday, 17 January, 2018, 6 pm - Free entrance -Lecture in German

Horst Bredekamp will subject the refusal to reconstruct destroyed cultural monuments to a fundamental criticism, beginning with the example of Palmyra. The central theme is “militant reconstruction” in its different varieties. The Humboldt Forum will be one of the examples to be discussed. The decision to rebuild the Berlin Palace was also intended as a negation of its demolition in 1950.
 

These ideas are broadly related to Bredekamp’s critique of Walter Benjamin’s theory of reproduction, which he first advanced in 1975 and frequently thereafter. Bredekamp believes that reproduction almost never destroys the aura of the original. Rather, it develops its own aura, which usually triggers almost unpredictable processes, as will be illustrated with selected examples.

Prof. Dr. Horst Bredekamp served as professor of art history at the University of Hamburg starting in 1982; since 1993 he has taught and researched at Humboldt University in Berlin. He is one of the founding directors of the future Humboldt Forum in Berlin. 


His best-known publications include Kunst als Medium sozialer Konflikte: Bilderkämpfe von der Spätantike bis zur Hussitenrevolution (1975), Antikensehnsucht und Maschinenglauben: Die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte (1992), Galileis denkende Hand (2015), Der Bildakt (2015) and the essay Das Beispiel Palmyra (2016).

Hintergrund: KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst

Quelle: KINDL Website

''In den außergewöhnlichen Räumen der ehemaligen Kindl-Brauerei in Berlin-Neukölln befindet sich heute das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst. Seit Oktober 2016 zeigt das KINDL auf drei Ausstellungsetagen im Maschinenhaus und im spektakulären, rund 20 Meter hohen Kesselhaus internationale Gegenwartskunst. 


Mit der vom Künstler Roman Signer eigens für diesen ungewöhnlichen Raum entwickelten Installation Kitfox Experimental, einem kopfüber mitten im Raum hängenden Flugzeug, konnte das Kesselhaus bereits im Herbst 2014 als erster Teil des Gebäudes eröffnet werden.

Entstehung

Im Herbst 2011 erwarb das deutsch-schweizerische Ehepaar Burkhard Varnholt und Salome Grisard das Gebäude-Ensemble der ehemaligen Kindl-Brauerei mit dem Ziel, eine kulturelle Nutzung zu ermöglichen. Der denkmalgeschützte Klinkerbau wurde zwischen 1926 und 1930 in Anlehnung an den deutschen Expressionismus in rotem Backstein errichtet. 

Es umfasst neben einem siebengeschossigen Turm das 20 Meter hohe Kesselhaus, ein mit sechs kupfernen Pfannen ausgestattetes Sudhaus und ein dreigeschossiges Maschinenhaus. Für die aufwändige Sanierung des Gebäudes zeichnete das Architekturbüro Dr. Krekeler & Partner verantwortlich. Entwurf und Konzept des Umbaus stammen von grisard'architektur, Zürich. 

Die Sanierung beinhaltete neben einem neuen Sheddach auf dem Maschinenhaus auch die Neuerschließung der Ostfassade, die als Eingangsbereich fungiert. Als gleichermaßen historisch-sensible wie architektonisch vorausweisende Setzung entstand hier eine neue Situation mit Foyer und Außentreppe.

Idee

Das Ensemble aus Kesselhaus, Sudhaus und Maschinenhaus bezeugt bis heute seine ursprüngliche Funktion im Brauereibetrieb. Die so charakterisierten Räume und Gebäudeteile legen verschiedene Nutzungen nahe. So erwartet die Besucherinnen und Besucher stets ein Zusammenspiel dreier unterschiedlicher Ausstellungsformate: 

Im Kesselhaus ist einmal pro Jahr eine internationale Künstlerin oder ein Künstler eingeladen, eine einzige Arbeit für diesen besonderen Ort zu realisieren. 

Das ehemalige Maschinenhaus bietet auf drei Etagen Raum für je eine monografische und eine thematische Ausstellung internationaler Gegenwartskunst. Als künstlerischer Direktor leitet der Schweizer Kurator und Kunstkritiker Andreas Fiedler das Haus.

Das Sudhaus mit seinen sechs riesigen Kupferkesseln – den einst größten Sudpfannen Europas – ist seit der Eröffnung ebenfalls wieder der Öffentlichkeit zugänglich: Im einstigen „Palast Berliner Bierkultur“ lädt das Café König Otto zum Verweilen ein, auf dem Vorplatz der Brauerei entstand unter Platanen ein leicht abgesenkter Biergarten. 


Die eindrucksvollen Räume des KINDL können zudem für Veranstaltungen verschiedenster Art genutzt werden.Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst arbeitet gemeinnützig. Sämtliche Einnahmen fließen direkt in den Ausstellungsbetrieb zurück.''

Service /  Links 

Vortrag: Horst Bredekamp über Fragen der Zerstörung und Rekonstruktion
Mittwoch, 17. Januar
KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst - Am Sudhaus 3 - Berlin 12053
lobenswert: Eintritt frei
www.kindl-berlin.de

Ausstellungen:
- Kesselhaus: Haegue Yang - Silo of Silence - Clicked Core - noch bis zum 13. Mai
- Maschinenhaus M1 + M2: Ruinen der Gegenwart - Dorothee Albrecht, Morehshin Allahyari, Francis Alÿs, Katya Gardea Browne, Clemens Botho Goldbach, Arata Isozaki, Gordon Matta-Clark, Ryuji Miyamoto, Marike Schuurman, Manit Sriwanichpoom - noch bis zum 11. Februar

Montag, 15. Januar 2018

Köln - Vortrag: J. Eschment & G. Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation. 17.1. - 18 Uhr

Hier Link zu mehr Informationen über den Vortrag von Jane Eschment & Gesa Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation. Köln - 17.1. - 18 Uhr

Mit diesem Bild wirbt das Institut für Kunst &;Kunsttheorie für den Vortrag von Jane Eschment & Gesa Krebber. Da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber wie folgt und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Jane Eschment / Gesa Krebber / Institut für Kunst und Kunsttheorie / Universität zu Köln

Sonntag, 14. Januar 2018

Köln - Vortrag: Rena Onat über Queer of Color Perspektiven in der Kunst. Institutionenkritik – Selbstrepräsentation – Empowerment, 15. Januar 19 Uhr

Mit diesem Still aus „Where is Your Studio“ von Raju Rage wirbt das Institut für Kunst & Kunsttheorie für den Vortrag von Rena Onat: Queer of Color Perspektiven in der Kunst. Institutionenkritik – Selbstrepräsentation – Empowerment © Raju Rage 2017

Das Angebot von Bildungsinstitutionen - dem Schwerpunkt des Blogs entsprechend natürlich mit dem Fokus auf Kunst und deren Vermittlung - war Ende 2017 mehrere Wochen regelmäßig Thema. In diesem Sinne wurde das Vortrags-Programm von Institutionen wie dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln stellvertretend für viele andere, ähnliche Veranstaltungen detaillierter beworben. 

Da das Feedback auf diese Hinweise und die Besucherzahlen bei den entsprechenden Beiträgen mehr als erfreulich sind, führen wir die Reihe fort. Der ursprüngliche Gedanke für die Konzentration auf diese Bildungsangebote war die Diskrepanz zwischen dem kaum überschaubaren Angebot und den kaum vorhandenen Werbemaßnahmen für die Formate (kultureller) Bildung.

Oft werden die durchaus spannenden Vorträge - z.B. über Fake-News, über De-Kolonialisierung, Kunstpädagogik, Performance in der klassischen Musik etc. - über spezifische Besuchergruppen hinaus - a.k.a. Studierende - kaum wahrgenommen. Wir finden das schade und daher folgen hier nun die Informationen des Instituts für Kunst & Kunsttheorie zum kommenden Vortrag von Vortrag von Rena Onat: Queer of Color Perspektiven in der Kunst. Institutionenkritik – Selbstrepräsentation – Empowerment:

''Queer of Color Perspektiven sind nach wie vor unterrepräsentiert sowohl in der zeitgenössischen Kunstszene als auch im (kunst-)wissenschaftlichen Diskurs in Deutschland. Wie lassen sich sowohl Kunst- und Medienwissenschaft als auch pädagogische Ansätze weiter entwickeln, wenn Wissensproduktion und Perspektiven von queeren Künstler_innen of color zentriert und ernstgenommen werden? 

In dem Vortrag werden zunächst mittels konkreter Beispiele einige der Ausschlussmechanismen von Queer of Color-/People of Color- und Schwarzen Perspektiven erörtert, wie sie im Kunst, Kultur- und Wissenschaftsbetrieb wirksam sind. 

Zugleich wird die Relevanz dieser Perspektiven für eine rassismuskritische und queerfeministische Kunst- und Medienwissenschaft und künstlerische Praxis aufgezeigt. Anhand von künstlerischen Arbeiten von Hasan Aksaygın, Raju Rage und Sunanda Mesquita werden zudem beispielhaft künstlerische Strategien der Selbstrepräsentation und Artikulation von Queer/Trans* of Color verdeutlicht.''

Hintergrund 

Rena Onat ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin und arbeitet an ihrer Doktorarbeit zum Thema „Strategien des Widerstands, Empowerments und Überlebens in den Arbeiten queerer Künstler_innen of color im deutschen Kontext.“ 

Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Medienwissenschaften an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK). Von 2013-2016 war sie Doktorandin im Helene-Lange-Kolleg Queer Studies und Intermedialität: Kunst – Musik – Medienkultur an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. 

Rena Onats Forschungsinteressen liegen an den Schnittstellen von visueller Kulturwissenschaft und Medienkulturwissenschaft mit Queer Theory, postkolonialen und rassismuskritischen Theorien. Sie hat außerdem als freiberufliche Kunstpädagogin u.a. in der kestnergesellschaft hannover e.V. gearbeitet.


Service / Links 

Rena Onat über Queer of Color Perspektiven in der Kunst. Institutionenkritik – Selbstrepräsentation – Empowerment,
Montag - 15.1. - 16 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie - Block A -
Gebäude 216 - Hörsaal H 122 (216/02/2.116) - Gronewaldstraße 2 - Köln

www.kunst.uni-koeln.de
www.www.medialogy.de

www.sublima.cologne/sublima17
mehr Informationen über Rena Onat liefert die Uni Oldenburg, hier

Freitag, 12. Januar 2018

PERFORMANCE: open table with Sandra Johnston - Cologne - 16.,18. und 19. Januar


Wir haben im letzten Jahr so viel über Performance und PAErsche berichtet, dass wir es im Sinne der Neutralität nun mit dem Einbinden des Flyers für die kommende, wiederum in die unendlichen Fänge von PAErsche verstrickte Performance-Reihe belassen.

Mit dem Gast Sandra Johnston gibt es einen open table, am 16. 18. und 19. Januar gibt es Aktionen, Präsentationen und natürlich Performances...  



Service / Links
- Wer und was ist PAErsche? Alles über das Aktionslabor, hier 
- Sandra Johnston bei der Universität Newcastle, hier
- Sandra Johnston bei der Performance Art Week in Venedig, hier 
- kunstlich.com über den Day of Public Actions for Freedom and Democracy im September 2017, hier- sharing 576 - PAErsche zu Gast bei der Galerie Koppelmann (9/17), hier
- kunstlich.com über den PAErsche-Performamce Zyklus Freie Radikale im Oktober 2017, hier
- kunstlich.com über PAErsches Solo- und open source Performances mapping Nippes im September, hier
- kunstlich.com über INTERVAL, ein Performance-networkmeeting mit PAErsche im August 2017, hier  
- kunstlich.com über Performance Art Conference - PAErsche Lab17 im Juli 2017, hier 
- kunstlich.com über den Performance Sommer 2017 (5/17), hier

Donnerstag, 11. Januar 2018

HEUTE: Finissage und Vortrag: Köln / Düsseldorf


Link zu Finissage: David Pollmann - demonstration, Köln, 19 Uhr

Mit diesem Motiv wirbt der Ausstellungsraum des Büros für Brauchbarkeit für die kommende Finisage zur Ausstellung David Pollmann - demonstration. Da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber wie folgt und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © David Pollmann / Ausstellungsraum Büro für Brauchbarkeit

Link VIDEO BOX: Trini Trimpop - Punk all Areas, Düsseldorf, 19 Uhr
Mit diesem Motiv wirbt das imai für die kommende Veranstaltung 'VIDEO BOX: Trini Trimpop - Punk all Areas'. Da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber wie folgt und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Trini Trimpop / Stiftung imai

Mittwoch, 10. Januar 2018

Vernissage: Roland Gätzschmann - compute, 12. Januar - 19 Uhr

Mit diesem Plakatmotiv wirbt der Ehrenfelder ak Raum für die kommende Ausstellung Roland Gätzschmann - compute © Roland Gätzschmann / ak Raum

compute - rechnen, ausrechnen oder berechnen, einen Sinn ergeben, kalkulieren, den Computer bedienen... Von diesen Bedeutungen trifft vor allem eine auf das Werk von Roland Gätzschmann zu: einen Sinn ergeben im Sinne von Logik.

Wir begleiten das Schaffen des Künstlers seit vielen Jahren und sind von seiner Qualität überzeugt, mehr muss an dieser Stele nicht gesagt werden. Eine treffende, etwas unabhängigere Beschreibung, die einen Überblick auf Gätzschmanns Schaffen bietet, liefert der Text von Jens Mentrup, den wir teilweise zitierten, als wir 2010 auf die Kölnberg-Ausstellung verwiesen haben (siehe unten in der Link-Sammlung). 

Auch die Zeilen im Portfolio zur Berliner Ausstellung Roland Gätzschmann - borderline (2016) seien an dieser Stelle empfohlen, denn wir beklagten zuletzt ja das Fehlen von irgendwelchen Informationen zur Ausstellung über Name, Titel und Ausstellungsdauer hinaus...

Spannend sind die Editionen des ak-Raums, bisher ist jedoch nur jene von Klaus Kleine auf der Website der Galerie sichtbar. Interessant wird auch sein, zu sehen, wohin sich der noch recht junge ak Raum in Ehrenfeld entwickeln wird. Nach dem Start Ende 2016 realisierte Agnes Kornas die folgenden 6 Ausstellungen:

- far off lands - KLAUS KLEINE - 10.11.2017-16.12.2017
- Hugging machine (T.G. Throne) - FRANCES SCHOLZ -08.09.2017-21.10.2017
- HALBER ALLTAG - Carte Blanche für Goersmeyer und Kohlmann - 21.07.2017
- THOMAS ARNOLDS - LUFTHAUS - 27.04.2017–24.06.2017
- JOHANNA VON MONKIEWITSCH - 04.03.2017–19.04.2017
- TILO RIEDEL - 13.01. - 25.02.2017
- ERÖFFNUNGSAUSSTELLUNG PAPIER 30.09. - 03.12.2016


In diesem Sinne wünschen wir dem ak Raum und Roland Gätzschmann den totalen Ausverkauf der Ausstellung und viele neue Besucher. Und immer dran denken: Kurs halten, Steuermann...

Service Links
Roland Gätzschmann - compute
12.01.2018–17.02.2018
Eröffnung am 12.01.2018 ab 19 Uhr
Öffnungszeiten: samstags von 12–18 Uhr und nach Vereinbarung @ ak RAUM - Wißmannstraße 30 -
50823 Köln

- die Website des ak Raums in der Wißmannstraße, hier
- die Website des Künstlers Roland Gätzschmann, hier 
- das Portfolio zur Ausstellung Roland Gätzschmann - borderland in der Berliner Galerie KM (2016), hier 
- kunstlich.com über Roland Gätzschmann im Kunstverein Kölnberg (1/2010), hier 
- Roland Gätzschmanns Ausstellung in der Kölner Simultanhalle, hier

Dienstag, 9. Januar 2018

Finissage: David Pollmann - demonstration Donnerstag, 11. Januar, 19 Uhr

Mit diesem Motiv wirbt der Ausstellungsraum des Büros für Brauchbarkeit für die kommende Finisage zur Ausstellung David Pollmann - demonstration. Da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber wie folgt und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © David Pollmann / Ausstellungsraum Büro für Brauchbarkeit

Köln. Kunst. Kalk. Auch diese Ausstellung scheint wie für den umstrittenen, inzwischen bereits gehypeten Stadtteil wie gemacht... Echt, dreckig, arm, so sexy wie Berlin? Wir raten: Machen Sie sich selbst ein Bild. Ein Spaziergang ausgehend von Kalk-Post zum Beispiel. Denn natürlich ist Kalk viel mehr als das Klischee und die Summe der Gerüchte...  

Nur eines ist sicher: Im Verhältnis zu anderen Kölner Stadtteilen kann man und Frau hier noch faire Mieten finden. Noch... Kalk boomt, wird seit Jahren gentrifiziert, wie man heute so schön schlau und vermeintlich korrekt sagt. Nicht nur in New York entdecken Künstler und Studierende spannende Orte mit Potential und sind aus dieser Perspektive quasi die Avantgarde des Immobilienmarktes. Nee, nee, nee, eher brennt die BVG...

Von Ehrenfeld lernen?  

 
In Kalk sind bereits einige spannende Orte wieder verschwunden, ein klares Indiz für einsetzenden Mietwucher...E
ine kippenbergerwürdige Kneipe in einer Autowerkstatt wurde auch schon geschlossen. OK, zugegeben, der Grund war nicht die Polizei und auch nicht das Ordnungsamt... Aber die dortigen Veranstaltungen sind schon jetzt legendär...

Aber lassen wir das nun einmal das beiseite. Konzentrieren wir uns auf die inspirierenden Dinge des Lebens: Kunst zum Beispiel... In der Kalker Trimbornstraße werden schon seit einigen Jahren bemerkenswerte Ausstellungen internationaler, zeitgenössischer Künstler und Designer im Büro für Brauchbarkeit präsentiert. Das aktuelle Projekt im Ausstellungsraum des Büros für Brauchbarkeit wird mit den folgenden Zeilen beworben:

''Aufbruch im doppelten Wortsinn: Nach einem Verkehrsunfall mit daraus resultierendem Beinbruch startet der Berliner Künstler David Pollmann neu und gibt Einblicke in seinen aktuellen Arbeitsprozess - mit Skizzen, Notizen, Malereien und Videoaufzeichnungen. Seine Arbeiten sind inspiriert von verschiedenen Künstlerbiografien, Gedanken zur inszenierten Wirklichkeit und dem Prinzip des Spiels. Die Ausstellung ist als begehbares Recherchebuch angelegt, ohne fertigen Werkanspruch.


In Kooperation mit dem Tänzer Uwe Brauns und dem Musiker Jean Philippe Feiss werden während der Vernissage Interaktionspotenziale für das Publikum gesetzt werden. Selbstformuliertes Ziel des Künstlers ist eine neue Performance - Installation für 2018. Seine Arbeit "Circular Angles" wurde u.a. im Tanzhaus NRW im Rahmen von "Now & Next" gezeigt.

Zum Abschluss der Ausstellung wird der Tänzer Uwe Brauns noch einmal Kontakt zu den geschaffenen Objekten aufnehmen, diesmal in einer etwas abgewandelten Art und Weise.


Kuratiert von Florian Müller.''

Psssst: Kunstkauftipp: Pollmanns Gips-Objekte können während der Finissage erworben werden...

Der Ausstellungsraum des Büro für Brauchbarkeit befindet sich in der Trimbornstr. 7 in Köln-Kalk. Die Ausstellungen zeitgenössischer Künstler und Designer werden kuratiert von Martina Höfflin, Florian Müller, Simon Roth und Julius Terlinden.

Service / Links

Finissage: David Pollmann - demonstration
Köln, Donnerstag, 11. Januar, 19 Uhr


Öffnungszeiten: Samstag, 14 – 18 Uhr und auf Anfrage @ AUSSTELLUNGSRAUM DES BÜRO FÜR BRAUCHBARKEIT - Trimbornstrasse 7 - 51105 Köln - 0221-922 6 920 - ausstellungen@brauchbarkeit.de
ACHTUNG - Lobenswert: Kunst zum fairen Preis - Die Gips-Objekte können während der Finissage erworben werden.

- die Website zur Ausstellung David Pollmann - demonstration, hier 
- der Facebook-Auftritt für Ausstellungen im Büro für Brauchbarkeit, hier  - Kosmas Nikolaou - kunstlich.com über eine Ausstellung im Büro für Brauchbarkeit (8/2016), hier  
- learning from Athens? - kunstlich.com über eine Ausstellung im Büro für Brauchbarkeit (10/2016), hier

Montag, 8. Januar 2018

VIDEO BOX: Trini Trimpop - Punk all Areas, 11. Januar - 19 Uhr

Mit diesem Motiv wirbt das imai für die kommende Veranstaltung 'VIDEO BOX: Trini Trimpop - Punk all Areas'. Da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber wie folgt und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Trini Trimpop / Stiftung imai

Videokunst ist ein recht junges Phänomen. In die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts verorten viele Experten seine Ursprünge. Die documenta 8, die zweite von Manfred Schneckenburger (auf den letzten Drücker) kuratierte, weil Harald Szeemann und Edy de Wilde ihre inhaltlichen Differenzen nicht überwinden konnten, gilt vielen als Video-documenta.

Das war 1982 und zumindest in (documenta-)Kassel war Videokunst zuvor noch nie so prominent vertreten. Im Sinne der im November des letzten Jahres begonnenen Reihe über die vielen nicht bekannten Veranstaltungen kleiner Kultur- und Bildungsinstitutionen, widmen wir uns heute einem Institut in Düsseldorf.

Denn dort widmet sich eine Institution - die Stiftung imai - schon seit einigen Jahren intensiv der Medienkunst, genauer gesagt, der Videokunst. Die Stiftung imai – inter media art institute – veranstaltet regelmäßig Videokunstabende, in deren Kontext historisch eudn aktuelle Videoarbeiten gezeigt und anschließen besprochen werden.

Am kommenden Donnerstag konzentriert sich Dr. Jessica Nitsche in ihrem Vortrag 'Trini Trimpop - Punk all Areas' auf den Künstler Trini Trimpop. Für die Veranstaltung wirbt wirbt das Institut wie folgt:

'Trini Trimpop (*1951) gehört zu den wichtigsten Protagonisten des deutschen Punk- und Undergroundfilms. Darüber hinaus war er als Musiker und Manager (Die Toten Hosen), Moderator („Keynote“, Kanal 4) und Autor („Exzess all Areas“, 2011) tätig. Seine beiden Langfilme genießen Kultstatus: „Humanes Töten“ (1980, mit Muscha) war für den Max Ophüls Preis nominiert, „Decoder“ (1984, mit Klaus Maeck, Muscha und Volker Schaefer) hatte neben einer originellen Geschichte eine ebensolche Besetzung zu bieten, darunter William S. Burroughs, Christiane Felscherinow und F.M. Einheit. 


Der Film „Blitzkrieg Bop“ ist ein Düsseldorfer Roadmovie mit Aufnahmen aus dem Ratinger Hof – dem damaligen Epizentrum der dortigen Punkszene. Trimpops und Muschas Filme sind Experimente, die mit Grenzüberschreitungen und Tabubrüchen arbeiten. Sie entwerfen eine Gegenästhetik, die visuell an den amerikanischen Undergroundfilm angelehnt ist. Der Sound des Punk ist darin nicht zu überhören. 

Gezeigt werden die folgenden Arbeiten:
Trini Trimpop/Muscha: Blitzkrieg-Bop (1977), 26:27 Min.
Trini Trimpop/Muscha: Suicide (1978), 08:24 Min.
Trini Trimpop/Muscha: Mirakel Wip (1979), 08:09 Min.
Trini Trimpop: Die Schlacht an der Hasenheide (1981), 05:07 Min.


Kuratiert von Dr. Jessica Nitsche'

Hintergrund
imai – inter media art   

Die Stiftung imai – inter media art institute besteht seit 2006. Sie wurde gegründet, um in Deutschland eine Institution zu etablieren, die sich dem Vertrieb, der Erhaltung und der Vermittlung von Medienkunst widmet. Auf Initiative der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Kölner Medienkunstagentur 235 Media wurde die Stiftung ins Leben gerufen. Mit nachhaltiger Unterstützung der Kunststiftung NRW und der Kulturstiftung der Länder sowie in Kooperation mit dem NRW-Forum und der Stiftung Museum Kunstpalast wurden die umfangreiche Videokunst-Sammlung und die dazu gehörige Vertriebsstruktur, die 235 Media seit den 1980er Jahren aufgebaut hat, auf die eigenständige, gemeinnützige Stiftung imai übertragen.

Archiv 

Das Archiv des imai umfasst rund 3.000 künstlerisch und dokumentarisch wertvolle Werke, die einen weitgefassten Überblick über die Entwicklung der Videokunst geben: von ihrer Pionierzeit in den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Auf Anfrage ist der Archivbestand zugänglich für Recherchen und wissenschaftliche Arbeiten: Kuratoren, Dozenten, Studierende und alle Interessierten sind eingeladen, den umfangreichen Bestand an Kunstvideos für wissenschaftliche Zwecke zu nutzen.

Online-Archiv 

Das Online-Videoarchiv umfasst annähernd 1.300 Videos, die in voller Länge abgespielt werden können. Es stellt ein fundiertes Informations- und Rechercheinstrument über die Entwicklung der Videokunst von den 1960er Jahren bis heute dar und bietet Wissenschaftlern, Studierenden und alle Interessierten einen beachtlichen Fundus an kunsthistorisch bedeutsamen, audiovisuellen Kunstwerken und Dokumentationen.

Vertrieb 

Das Vertriebsprogramm zählt zu den wesentlichen Aufgabenbereichen der Stiftung imai, um VideokünstlerInnen und ihre audiovisuellen Werke zu fördern und nachhaltig in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. Über den imai-Vertrieb können deshalb annähernd 1.500 audiovisuelle Werke von über 120 internationalen Künstlerinnen und Künstlern ausgeliehen und angekauft werden.

Erhaltung und Vermittlung 

Die Erhaltung von Medienkunst in der Zukunft sicherzustellen, ist eine Herausforderung für alle Institutionen, die diese Kunstform sammeln. Die Stiftung imai beteiligt sich mit eigenen Studien, mit Worksshops, Symposien und Veröffentlichungen an der Diskussion und Weiterentwicklung von Lösungsansätzen bei der Konservierung und Restaurierungen von Medienkunst. Die Vermittlung von Medienkunst findet durch regelmäßige Vorträge, Screenings und Ausstellungen der Stiftung imai statt.


Service Links
VIDEO BOX – Über Blicke 5.3:   
Trini Trimpop - Punk all Areas

Donnerstag 11. Januar - 19 Uhr - Haus der Universität 
imai @ Haus der Universität - Schadowplatz 14 - 40212 Düsseldorf

Vortrag von Dr. Jessica Nitsche & Gespräch mit Trini Trimpop
Eintritt frei

www.stiftung-imai.de

Donnerstag, 4. Januar 2018

Märchenhaft? 1001 Bilder? Ausstellungstipp Enschede - Vernissage 6. Januar

Statt 1001 Nacht 1001 Bilder - märchenhaft... Mit diesem Motiv wirbt der Kunstruimte Villa de Bank in Enschede für die kommende Ausstellung. Doch da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber wie folgt und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Unknown artist / Kunstruimte Villa de Bank

Das Märchen aus 1001 Nacht sind ein Klassiker der Weltliteratur, so wie die nicht minder berühmten Sammlungen der Brüder Grimm. Und wie letztere handelt es sich bei denen aus 1001 Nacht um eine Sammlung. Von einem Menschen auszugehen, der all diese fantastischen Geschichten erfand, wäre so kühn wie zu behaupten, die Bibel sei aus einer Hand entstanden...

Aber jetzt zurück zur bildenden Kunst. Warum diese Einleitung? Na ja, die Ausstellungsmacher aus Enschede, vom Kunstraum Villa de Bank, haben sich für den Titel '1001 Bild' für ihre aktuelle Gruppenausstellung entschieden und da liegt ein Verdacht nahe...

Platz für Spekulationen ...

Schade ist, dass der Kunstraum gar keine Informationen von sich gibt, weder in niederländischer noch in deutscher Sprache, von Englisch mal ganz zu schweigen... Aber wir wissen um die prekären Situation im Kunstbetrieb, auf der lokalen wie internationalen Ebene - so wie Roger Buergel im Gespräch mit Vladimir Balzer für Deutschlandfunk Kultur endlich mal ehrlich bekannte.

Alle schimpfen über die Bilanz der documenta 14, aber wer schaut wirklich hinter die Kulissen, macht sich die Mühe über Stammtisch-Urteile hinaus zu denken? Leider immer weniger... Deshalb sei das Interview mit Roger Buergel, dem künstlerischen Leiter der ebenfalls sehr umstrittenen, von der Kritik meist vernichteten documenta 12, an dieser ausdrücklich (!) empfohlen. 

Die heilsame Kraft der Fakten...

Man findet das Buergel-Interview auf unserer Facebook-Seite und natürlich auf der Website von Deutschlandfunk Kultur (Fazit, 3. Januar). Jetzt aber zurück in die Niederlande, denn die sind von Rheinland ja nur einen Katzensprung entfernt. Und dort, direkt an der Grenze, in Enschede wird am Wochenende ein Gruppenausstellung eröffnet.

Zugegeben, viel mehr als die Namen der beteiligten Künstler wissen wir nicht, wie oben erwähnt scheint der Kunstraum keine Zeit, kein Personal für Text a.k.a. Pressearbeit zu haben, aber solche Phänomene kann man auch bei einer documenta kritisieren, also sind wir mal nicht so streng...

An und in dieser Ausstellung sind die folgenden kunstschaffenden Menschen beteiligt: Dragutin Banic - Sarah Buckner - Ralph Hauser - Stanislava Kovalcikova - Jürgen Malcherek - Sam Rountree Williams - Dorothea Stiegemann - Oliver Blum - Egor Galouzo - Julian Kirchner - Paul Maciejowski - Jochen Mühlenbrink - Simone Rudolph - Joseph Sracic  

Das Ausstellungprojekt '1001 Bild vol. II' wird von Simone Rudolph
kuratiert, die gleich selbst als Künstlerin Teil ihrer Ausstellung ist. Aber jetzt bitte keine vorschnellen Urteile, auch solche Phänomene gibt es bei so international bedeutsamen (wenn auch unterfinanzierten ;-) Großprojekten wie der documenta. Über den Klüngel in Münster wollen wir mal nichts schreiben, denn die blamieren sich ja noch immer mit dem unsäglichen Streit um Kunst oder Label...

Also auf zu neuen Ufern, nach Enschede, sicherlich ein schöner Ausflug fürs Wochenende!



Mit diesem Motiv wirbt der in Enschede vertretene Künstler Dragutin Banic für sich und seine Werke auf seiner Website. Wir spekulieren über das Urheberrecht wie folgt und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Dragutin Banic

Service und Links
1001 Bild - vol. II
Eröffnung: 6. Januar 16 -18 Uhr
Ausstellungsdauer: 10. Januar - 17. Februar 

Öffnungszeiten: Mi - Sa 14 - 17 Uhr

Kunstruimte Villa de Bank - Espoortstraat 182 - 7511 CM Enschede - The Netherlands -
www.villadebank.nl
 

- die Website des Kunstraums Villa de Bank, hier
- die Website des Künstlers Dragutin Banic, hier
- Informationen über Simone Rudoplh bei artward.de, hier

- Tilman Spreckelsen über die Entstehung der Märchen aus 1001 Nacht, hier

Dienstag, 2. Januar 2018

Münster: Dorthe Goeden - SAME SAME but different - noch bis zum 20. Januar

Das Bild zeigt das Cover der aktuellen Publikation 'Wildwuchs und Ordnung' der Künstlerin Dorthe Goeden. © Dorthe Goeden, VG Bildkunst / Thorsten Arendt / Toni Becker-Glajcar

Auch außerhalb des Super-Kunstjahres passiert was in Münster. Aktuell zeigt die dst.Galerie in einer Gruppenausstellung Werke der Künstlerin Dorthe Goeden, die wir seit vielen Jahren begleiten. Goeden ist 2017 ein weiterer Coup gelungen: Das Land Rheinland-Pfalz entschied sich für ihr Konzept für ein umfangreiches Kunst-am-Bau-Projekt.

Es ist der zweite derartige Auftrag für Dorthe Goeden. Wer die Werke der Künstlerin außerhalb von traditionellen Ausstellungsräumen erleben will, kann dies nun in zwei Institutionen in Rheinland-Pfalz tun. Das Bundesland hat sich mit seiner klaren Kunst-am-Bau-Strategie und der beachtenswerten Datenbank für diese vielen kaum bekannte Kunstsparte zum Vorbild in der Bundesrepublik entwickelt.

Darüber haben wir bereits Anfang des Jahres 2017 berichtet und verweisen daher nur auf den Link zu diesem Artikel weiter unten. Hier folgen nun ein paar Zeilen aus der aktuellen Publikation der Künstlerin Dorthe Goeden über ihr spannendes Kunst-am-Bau-Projekt:
 
Ein vielschichtiger Prozess

Die ‚Wildwuchs und Ordnung‘ genannte Auftragsarbeit von Dorthe Goeden, die sie für den Kunst am Bau-Wettbewerb des Landes Rheinlandpfalz entwarf und für die sie den Zuschlag erhielt, ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie zeitgenössische Kunst moderne Architektur dauerhaft bespielen kann.

Die für den Neubau eines Justizgebäudes in Bad Kreuznach konzipierte, 8-teilige Arbeit besteht aus 11 verschiedenen, graphischen Bruchstücken, die Goeden zu neuen, wandfüllenden Collagen kombinierte. Bei den zunächst monochrom anmutenden, schwarzen Plastiken handelt es sich um aufwändig produzierte Laserschnitte aus 2 Millimeter dünnem Stahlblech.

Mit diesen großformatigen, auf den ersten Blick abstrakt wirkenden Werken bespielt die Künstlerin bewusst nur transitorische Bereiche des Gebäudes. Sie nutzt vor allem Flurbereiche und andere von starkem, natürlichem Lichteinfall gekennzeichnete Zwischenräume und ergänzt die vorhandene, schlichte, weil von klaren geometrischen Strukturen charakterisierte Architektur, ohne sie dabei zu verändern.

Harmonie


In der griechischen Philosophie meint der heute weitläufig verwendete Begriff der Harmonie die Vereinigung von Entgegengesetztem zu einem (höheren) Ganzen. In genau diesem Sinne gelingt es Dorthe Goeden, mit ihren Arbeiten einen produktiven Kontrast zur klaren Handschrift des Architekten zu setzen. Architektur und Kunst befruchten sich, schaffen gemeinsam ein ästhetisches Erlebnis. 
 

(...)

Der komplette Text wird in Kürze auch über die Kunsttexte-Datenbank ART-Dok der Universität Heidelberg abrufbar sein. Viel schöner als das PDF ist aber natürlich die Publikation, die zu einem fairen Preis zu erwerben ist (siehe unten).      

Das Foto zeigt die aktuelle Publikation 'Wildwuchs und Ordnung' der Künstlerin Dorthe Goeden. © Dorthe Goeden, VG Bildkunst / Thorsten Arendt / Toni Becker-Glajcar

Service / Links
Dorthe Goeden in der Gruppenausstellung 'SAME SAME – but different'
noch bis zum 20. Januar
dst.galerie - Hafentrasse 21 - Münster

Hier folgen Informationen über die Publikation 'Wildwuchs und Ordnung' zum aktuellen Kunst-am-Bau-Projekt von Dorthe Goeden für das neue Justizzentrum Bad Kreuznach:

Wildwuchs und Ordnung
32 Seiten, Format: 22 x 31 cm, Textbeitrag: Dr. Gerd Mörsch, Fotografien: Thorsten Arendt, Gestaltung: Toni Becker-Glajcar, Herstellung: Druckerei Kettler
Preis: 10 € (zzgl. Porto)
Bestellung per E-Mail unter www.dorthegoeden.de/kataloge

- die Website der Künstlerin Dorthe Goeden, hier
- die Website der Münsteraner dst.Galerie, hier 

- die neuen Kunst-am-Bau-Arbeiten von Dorthe Goeden auf der Website der Datenbank des Landes Rheinland-Pfalz für Kunst am Bau, hier
- kunstlich über die Ausstellung von Dorthe Goeden in Wesel (672017), hier
- kunstlich über die Kunst-am-Bau-Datenbank (1/2017), hier
- Texte über Dorthe Goeden bei ART-Dok, hier