Dienstag, 12. Juni 2012

Louisendorf: ein eigenartiger Ort

Louisendorf, Niederrhein, Foto © Iven Paschmanns

Eine Kirche im Zentrum, darum eine Wiese, dann im Quadrat angelegte Häuser und im weiteren Verlauf Bauernhöfe. Anfang des 19. Jahrhunderts so angelegt und durch Glück bis heute erhalten geblieben wirkt dieser Ort nicht nur wie aus einer anderen Zeit sondern eher seltsam entrückt.

© google maps

Louisendorf wurde von Emigraten aus der Pfalz angelegt, die im nahe gelegenen heutigen Pflalzdorf keine Siedlungsmöglichkeit mehr fanden. König Friedrich Wilhelm II von Preußen erlaubte die Anlage dieser Siedlung oder Kolonie auf dem Gebiet des Kalkarer Eichenwaldes.

Zu Ehren der Preussischen Königin Luise erhielt die Siedlung den Namen Louisendorf. Die französische Schreibweise des Namens ist dem Umstand geschuldet, dass das linksrheinische Gebiet zu Napoleonischer Zeit unter die amtlichen Namensbestimmungen der Franzosen fiel.


Hinweistafel in Louisendorf

Text der Hinweistafel:

"Die Anlage der Siedlung Louisendorf war von dem Forstrat Zimmermann in Kleve entworfen worden. Louisendorf ist nach diesen Vorgaben entsprechend dem nebenstehenden Grundriss angelegt worden und besteht seit dem unverändert fort, heute geschützt als Bodendenkmal. Als Siedlerhaus war das "niederrheinische Hallenhaus" zu errichten, das Wohn- und Wirtschaftsbereich unter einem Dach vereinte. Innerhalb des Louisenplatzes war zunächst eine Gedenkstätte zu Ehren der im Jahre 1810 im Alter von 34 Jahren verstorbenen Königin Luise von Preußen angelegt worden. Sie bestand aus 34 Eichen, dem Lieblingsbaum der Königin, die gleichmäßig auf zwei ineinander liegende Kreise verteilt waren und in ihrer Anzahl an die so jung verstorbene Königin erinnerten. Dem Bau der Elisabethkirche mussten diese Eichen weichen. Nach Fertigstellung der Kirche wurden an ihrer Statt 34 Linden rund um die Kirche im doppelten Kranz gepflanzt Als Ersatz für diese Linden, die zum Schutz des Kirchengebäudes vor Feuchtigkeit gefällt werden sollten, wurde das Kirchenrondell im  Jahre 1980 mit ebenfalls 34 Linden eingefasst. Vor dem Lindenkranz steht eine Buchenhecke. Der Louisenplatz selbst wird von 99 Linden umsäumt. Sie erinnern in ihrer Zahl an die 99 Tage der Regentschaft des preußischen Königs und Deutschen Kaisers Friedrich III.  Zu diesen Linden gesellte sich als 100. Baum eine Eiche, die im Jahr 1897 anlässlich der hundertsten Wiederkehr des Geburtstages von Kaiser Wilhelm I., König von Preußen, gepflanzt wurde. Sie stand inmitten der den Louisenplatz einrahmenden Straße am nordwestlichen Ausgang des Platzes. Diese so genannte "Kaisereiche" musste im Jahre 1993 ihren Platz räumen, weil sie durch einen Blitzeinschlag schwer beschädigt und zu einem Sicherheitsrisiko geworden war. Ihr Standort ist in der Straßenpflasterung farblich abgesetzt. Die an gleicher Stelle gepflanzte Nachfolgeeiche wurde im Zuge der Dorferneuerung im Jahre 2009 ersatzlos gefällt."

links:



Sonntag, 10. Juni 2012

Preis gewonnen: THE WORKER PHOTOGRAPHY MOVEMENT (1926-1939)


Die Publikation zur Ausstellung "El Movimiento de la Fotografia obrera (1926-1939)" im Museo Nacional Centro del Arte Reina Sofia in Madrid, kuratiert von Jorge Ribalta hat den Infinity Award des ICP gewonnen. Vollkommen verdient, es handelt sich um eine ausserordentlich Publikation mit erhellenden Essays und hervorragenden Abbildungen, bis in kleinste Detail recherchiert und dazu noch optisch und didaktisch perfekt präsentiert. Großes Kompliment Jorge!

links:


© Iven Paschmanns

Dienstag, 5. Juni 2012

Haegue Yang: The Malady of Death


Haegue Yang: The Malady of Death
Monodrama with Jeanne Balibar

Eine Adaption von Marguerite Duras' Novelle "La Maladie de la mort" 1982
In englischer Sprache | Ein Projekt der dOCUMENTA (13)
Dauer: 1 Stunde 10 Minuten

Karten und Information

Dienstag, 22. Mai 2012

Coming up! Eben mal Barcelona

7 Ausstellungen in vier Museen an einem Tag! In Barcelona gibt es immer mehr mit immer weniger Inhalt. Deshalb eine kleine Auswahl an interessanten Ausstellungen.
© Gerd Mörsch

Sonntag, 13. Mai 2012

Von Kunst, Kirche, Tattoos und Trittbrettfahrern

 Unscheinbar: Der umstrittene durchaus phallische Kichturmmann 
© Gerd Mörsch

Kunst als Bedrohung : art attacks / strikes back? Zu diesem durchaus spannenden und gerade herrlich akuten Thema hat Burkhard Müller-Ullrich angesichts der jüngsten Bilderstreitdebat- ten in Cassel einen charmant-kurzweiligen Kommentar ge- schrieben. Und auf eben jenen wollen wir hier an dieser Stelle in gewohnt schwitterhafter Manier erinnern.

Da zahl' ich gern Gebühren für: Gewohnt kulturhistorisch versiert leitet Müller-Ullrich ein. In diesem Sinne: Dass Kunst die neue - wenn auch nicht unbedingt postmoderne - Religion ist, haben ja u.a. schon die fantastischen Jungs um Gala - Ernst, Dali und Co. - vor rund hundert Jahren festgestellt. 

Künstler sind die neuen Heiligen

Auch Trittbrettfahrer, Kopisten und Nachmacher wurden an dieser Stelle ja des öfteren bereits erwähnt..

 Pop-Art? Wie man sieht, möchte nicht nur Balkenhol vom Rummel um die sagenumwobene Ausstellung profitieren...
© Gerd Mörsch

Was würde Marcel Duchamp wohl zur dOCUMENTA(13) als Hochamt der Kunst und der Balkenholschen Inszenierung und bzw. der ihr folgenden - wirklich unfreiwillig? -  komischen Mediendebatte sagen? Würde der Meister der Intrige - Sie wissen schon, das skandalöse Sockel-Urinoir - gar den Hut statt der Dame ziehen?

Von Bilderstreitigkeiten und viral-oralen Marketingstategien

Schwamm drüber, denn wir sind mal wieder froh, endlich zurecht wiederholen und betonen zu können, worum es an dieser Stelle doch eigentlich immer gehen sollte: Sie wissen schon... 

Bescheidenheit, Verständigungsbereitschaft und Demut

Nein, das schreibt Müller-Ullrich. Wir meinen das Wortspiel aus künstlich und Kunstlicht, das den hauptsächlichen Inhalt dieses Blogs auf den Punkt bringen soll. Nein, es sind nicht die Markwortschen Fakten Fakten Fakten, sondern Geschichten, Sagen und Berichte über Kunst und deren Präsentation...
 
 © Gerd Mörsch

Service:
- Der Link zum Hören und Lesen: Kunst als Bedrohung - Von Burkhard Müller-Ullrich DLF 10.05.12
- Wikipedia über Stephan Balkenhol
- Aprospos Markwort: Der Stern über den Skulpturenstreit in Kassel 
- dOCUMENTA (13) 

Samstag, 12. Mai 2012

Konzeptkunst eines unbekannten zeitgenössischen Meisters

© Gerd Mörsch

Mittwoch, 9. Mai 2012

Gefahrentransport...

oder gar ein illegaler Tiertransport
Mehr zur deutschen Tierschutztransportverordnung hier.
 © Gerd Mörsch