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| Im Juni 2016 sandte ein unbekannter Künstler/Kritiker uns diese Postkarte, eine Collage, ein (kunst-)politischer Kommentar. Material: Schwarzer Stift auf LWL-Postkarte © Lange Nacht der Museen, Foto Elisabeth Deiters-Keul. |
Montag, 20. November 2017
Tatort Münster: Die Würde der Kunst oder Kunstlabelkunst...
Nach dem TV-Tatort nun die kunstpolitische Fortsetzung... Piene und das Label
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| Ein Screenshot der Website der Initiative NO!LOGO |
Sehr geehrte lesende Menschen, wir begrüßen Sie an dieser Stelle aus aktuellem Anlass mit einer Sonderberichterstattungskurzmeldung aus Münster. Nach dem gestrigen Tatort von wohl eher fragwürdiger Qualität, widmen wir uns einer aktuell wieder sehr lebendigen Diskussion...
Darf eine öffentliche, eigentlich gemeinnützige Institution nachträglich ihr Logo in ein Kunstwerk integrieren lassen? Und das fernab von der Frage, wie diese Institution sich mit solchen Aktionen noch glaubhaft als eine sich für Kunst und Kultur sensibel einsetzende darstellen möchte...
Also nochmal kurz und knapp für alle: Darf ein Logo im Nachhinein in ein prominentes Kunstwerk 'reingebaut' werden? Ist das Kunst oder nur Kunst am Bau? Über solche Fragen wird nicht nur in Münster - dem Tatort dieser, vorsichtig formuliert, fragwürdigen Aktion - seit nunmehr vielen Jahren gestritten.
Hier folgen abschließend einige Zeilen aus einer recht aktuellen Presseerklärung der Initiative NO!LOGO, die das Münsteraner Kunstwerk vom Logo befreien und so der Kunst ihre Würde zurückgeben möchte:
''Sehr geehrte Damen und Herren,
der Streit um das Logo in der „Silbernen Frequenz“ von Otto Piene eskaliert. Gestern ist zu diesem Thema ein Vorabdruck eines Interviews mit Professor Dr. Erich Franz erschienen, das in der aktuellen Ausgabe #7 des Magazins Münster Urban veröffentlicht wird. In der entscheidenden Planungsphase für die Integration des Logos war Franz direkter Ansprechpartner von Otto Piene. Seine präzisen Erinnerungen sind für alle Unterstützer unserer Initiative deshalb von großem Interesse.
Des weiteren fügen wir eine gemeinsame Erklärung der Freunde des LWL-Museums für Kunst und Kultur, des Westfälischen Kunstvereins und der Initiative NO!LOGO zu diesem Thema bei. Über die weitere Entwicklung werden wir Sie informieren.
(...)
Heute hat sich nun auch der langjährige Direktor des Westfälischen Landesmuseums Münster, Professor Dr. Klaus Bußmann mit einem Statement zur aktuellen Diskussion in der Causa Piene positioniert. Nähere Details entnehmen Sie bitte der Website.
Initiative NO!LOGO - Respekt für Kunst
vertreten durch: Dr. Harald Paulus und Dr. Peter Krone - info@initiative-no-logo.de www.initiative-no-logo.de''
Service und Links
Die Initiave-No-Logo sammelt alle aktuellen Positionen und Veranstaltungstipps zum Streit um Kunst und Label, die oben erwähnten Texte und Interviews finden Sie hier
- der Tatort: das LWL-Museum für Kunst und Kultur
es schadet sicher nicht, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen, hier für alle die das tun wollen das Grundlegende bzw. die Adresse, Kontaktdaten etc:
Domplatz 10 - 48143 Münster - 0251 5907 201 - museumkunstkultur@lwl.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an den Feiertagen 10 - 18 Uhr
Lobenswert: Am zweiten Freitag im Monat ist das Museum bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.
Domplatz 10 - 48143 Münster - 0251 5907 201 - museumkunstkultur@lwl.org
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an den Feiertagen 10 - 18 Uhr
Lobenswert: Am zweiten Freitag im Monat ist das Museum bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.
Recherche / Stimmen zum Thema
- Gebt der Kunst die Würde zurück, kunstlich.com und die geschickte, weil medienwirksam parallel zur nahenden Eröffnung der Skulptur Projekte platzierte, Pressemitteilung der Initiave-No-Logo, hier
- kunstlich.com: Die PKK vom Juni 2016 über das LWL Logo in Münster, hier
- kunstlich über Museen als Repäsentationsmaschinen (4/2016), hier - www.kunstlebt.org und www.initiative-no-logo.de
- Silberne Frequenz - Martin Schmidl über die Integration des LWL-Logos in Pienes Kunstwerk, hier
- LWL-blog zum Thema, hier
- LWL-Presseerklärung zum Abbau der Piene-Arbeit, 2009, hier
- Architekt Volker Staab über den LWL-Neubau, BAUWELT Nr. 35/2014, hier
- LWL-Presseerklärung zur Installation der Silbernen Frequenz, 2014, hier
- die Haltener Zeitung über den Münsteraner Kunst-Skandal, 28.5.2010, hier
- die Münstersche Zeitung über den Kunststreit, 13.11.2014, hier
- die Westfälischen Nachrichtender über Kunst und Werbung, 13.11.2014, hier
- retrospektiven über Piene und die Silberne Frequenz, 14.6.2015, hier
- kritikmuenster über den LWL und Pienes Lichtinstallation, 10.6.2016, hier
Freitag, 17. November 2017
Köln - Skulpturenpark #9 - Mich wundert NICHT, dass ich so fröhlich bin...
Zugegeben, wir haben den aktuellen Skulpturenpark #9-Titel etwas verändert. Eigentlich lautet er 'Mich wundert, dass ich so fröhlich bin...' Aber wir wundern uns nach einem Spaziergang im Skulpturenpark eben NICHT, dass wir so fröhlich sind...
Denn viele der im Kölner Park nahe des Rheins ausgestellten Kunstwerke machen einfach gute Laune. Wir haben zuletzt ausführlicher über die 9. Ausstellung im Kölner Skulpturenpark berichtet, interessanterweise sind uns vor allem ältere Arbeiten wieder ins Auge gefallen. Zum Beispiel die Beiträge von Jimmy Durham, Leiko Ikemura, Manfred Pernice und Heimo Zobernig.
Nachts im Skulpturenpark?
Die beiden letzten überzeugen durch ihre anarchische, humorvolle Unterwanderung. Wer die Arbeiten von Pernice und Zobernig studiert, kommt nicht umhin, sich vorzustellen, hier in einer lauen Sommernacht mit Freunden ganz allein, quasi exklusiv den Ort und die vielen Kunstwerke heimlich zu genießen...
In diesem Sinne, gehen Sie einfach mal hin! Ein Spaziergang an diesem Ort, ohne allzu knappe, zeitliche Rahmenbedingungen befreit den Geist, inspiriert...
Service und Links
LA FIN DE BABYLONE - Mich wundert, dass ich so fröhlich bin!
20. Jahre SKULPTURENPARK KÖLN
bis Juni 2019
Stiftung Skulpturenpark Köln - Elsa-Brändström-Straße 9 - 50668 Köln - Tel 0221 3366 8860 - info@skulpturenparkkoeln.de
- kunstlich.com über die 9. Ausgabe des Kölner Skulpturenparks, hier
- die Website des Köner Skulpturenparks, hier
- der Kölsche Kultur-Paukenschlag 2006: Sammlung Stoffel geht nach München, Georg Imdahl für den Kölner Stadtanzeiger, hier
- 2012, die Fortsetzung des Dramas um die Stoffel-Sammlung, Christian Deppe für die Kölnische Rundschau hier
Dienstag, 14. November 2017
Performance: In der Firma - katze und krieg / Clark Beaumont - Köln - 21. - 23. November
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| Ein bisschen Goldstaub in den grauen Büroalltag bringen? Das Einladungsmotiv für die Performance-Kollaboration von katze und krieg und Clark Beaumont © katze und krieg und Clark Beaumont |
Man darf gespannt sein, was die beiden Performance-Duos katze und krieg und Clark Beaumont in Form einer Kollaboration da in Köln in kommerziellen Räumen veranstalten werden. In der Firma heisst die an drei Tagen erlebbare Aktion, für die Interessierte sich anmelden müssen. Geheimer Ort? Geheime Aktion?
Wir sind gespannt und empfehlen allen für inspirierende Performance offenen Menschen, sich rechtzeitig anzumelden. Hier folgen nnun ein paar Zeilen der Veranstalter:
''Herzliche Einladung zu In der Firma!
Warm invitation to In der Firma!
krawatte und laptop
katze und krieg
In der Firma - Eine Performance von katze und krieg und Clark Beaumont
Eine leise rauschende Klimaanlage
Schreibtische, Drehstühle, eine Büropflanze
Künstliches Licht, ein Kalender voll mit Terminen
Angestellte in Anzügen, vertieft am Computer
Dazwischen zwei Menschen
Sich innig umarmend.''
Hintergrund
Die Künstlerduos katze und krieg und Clark Beaumont entwickelten gemeinsam lebendige Bilder, die den Arbeitsplatz bereichern. Bei einer interventiven Führung durch Unternehmen in Köln kannst auch Du Dich von dem Potenzial der Performancekunst für die Arbeitswelt inspirieren lassen.
Assistenz: Vivien Grabowski - Die Performance findet in englischer Sprache statt. Aufführungen: 21.11.2017 um 14 Uhr - 22.11.2017 um 15 Uhr - 23.11.2017 um 16 Uhr
Karten
Bei Kartenreservierung unter katzeundkrieg@yahoo.de oder unter 0151 / 17889289 wird der genaue Treffpunkt bekanntgegeben. Kartenpreis 7/12 Euro, ermäßigt auch für Künstler.
English information
In der Firma - a performance of katze und krieg and Clark Beaumont
a gentle white noise of the air conditioning
desks, swivel chairs, an office plant
artificial light, calendar stuffed with deadlines
employees in suits absorbed by their computers
inbetween two humans
hugging each other’s heartfelt
Background
The artistduos katze und krieg and Clark Beaumont developed together living sculptures, which enrich the working place of companies. Get inspired by the potential of performance art placed in the working world during an interventive guided tour through firms in Cologne.
The language of the performance is English. Assistance: Vivien Grabowski
Dates: 21.11..2017 at 2 pm - 22.11.2017 at 3 pm - 23.11.2017 at 4 pm
Tickets: By reserving a ticket you get the exact place of the performance. Write to katzeundkrieg@yahoo.de or call 0151/ 17889289. Tickets from 7 to 12 Euro, reduced as well for artists.
Links
www.katzeundkrieg.de
www.clarkbeaumont.com
Freitag, 10. November 2017
Vortrag: Bernadett Settele - Bildung in Performance (Live-Übertragung), 29. November, 16 Uhr
Die Diskrepanz zwischen dem durchaus auch für breitere Zielgruppen interessanten Angebot - zum Beispiel Vorträge - von Bildungsinstitutionen wie Universitäten und den leider doch sehr begrenzten Werbemaßnahmen für solche Veranstaltungen ist unser zentrales Thema bis zum Ende des Jahres.
In diesem Sinne wird - stellvertretend - das Angebot von Institutionen wie dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln, das über spezifische Besuchergruppen hinaus - a.k.a. Studierende - kaum wahrgenommen wird, an dieser Stelle regelmäßig Thema sein bzw. beworben.
Zufall? Der kommende Vortrag passt aus verschiedenen Gründen wie die Faust aufs Auge: Zum einen ist es eine Live-Übertragung, thematisiert also indirekt die Chancen digitaler Medien für die Lehre, die zuletzt an dieser Stelle bereits Thema waren.
Zum anderen ist der Titel des Vortrags von Bernadett Settele wie für uns geschaffen. Denn wie aufmerksame Lesende dieses Blogs wissen werden, ist auch das Thema Performance an dieser Stelle ein durchaus zentrales...
Hier folgen nun einige Zeilen aus der Presseerklärung zum sicherlich inspirierenden Vortrag von Bernadett Settele über Bildung in Performance:
'Kunstvermittlung greift häufig künstlerische Praxen – auch aus Performance – auf, um Bildungsmomente und Räume des Miteinanders zu erzeugen. Wie bilden uns kollektive ästhetische Situationen? Der Vortrag stellt an Performancebeispielen und in Bezugnahme auf queerfeministische Theorien Überlegungen zur Theoretisierung des Jetztraumes von Performance vor.'
Hintergrund
Bernadett Settele, Mag. Art., forscht als wissenschaftliche Mitarbeiter_in an der Hochschule Luzern – Design & Kunst zu politisch engagierter Kunst und Kunstvermittlung; promoviert an der Universität Hamburg zum Thema „Bildung in Performance“; und ist Lehrbeauftragte an der Zürcher Hochschule der Künste.
Relevante Publikationen:
„Verletzbarkeit – Körper in der Bildung“, in: Irgendwie anders. Inklusionsaspekte in den künstlerischen Fächern und der ästhetischen Bildung, herausgegeben von Manfred Blohm, Andreas Brenne und Sara Hornäk, Hannover: Fabrico Verlag, 2017, S. 75-84.
Alena Nawrotzki, Sepake Angiama, Zachary Bowman und Bernadett Settele: „Art Education in Contemporary Art Museums“, in: Now-Tomorrow-Flux. An Anthology on the Museum of Contemporary Art, herausgegeben von Beatrice von Bismarck, Heike Munder und Peter J. Schneemann, Zürich: JRP Ringier Kunstverlag, 2017, S. 227–239.
„Thinking towards a Queer Art Education through Collective Practices in Performance“, in: Performance Research, 21:6, On radical education, 2016.
„Queer Art Education“, in: What’s Next? Art Education, herausgegeben von Torsten Meyer und Gila Kolb, München: kopaed, 2015, S. 308-311.
„Dorothea Rust – Floating Gaps. Affektive Politiken von Performance-Kunst zwischen Erinnerung und Ereignis“, in FKW: Zeitschrift für Geschlechterforschung und Visuelle Kultur, Nr. 55, New Politics of Looking: Affekt und Repräsentation, 2014.
Service/Links
Bernadett Settele: Bildung in Performance
(Live-Stream) 29. November - 16 Uhr
Universität zu Köln - Gronewaldstraße 2 - Block B - R 2.212 (ehemals 235)
www: http://kunst.uni-koeln.de
www: http://www.medialogy.de
Wer mehr über den Hintergrund des oben als Teaser verwendeten Bildes erfahren will, sollte diese Website besuchen: www.philippewicht.com
Kommende Veranstaltungen
29.11.2017, 18:00 Christina Otto: Medieneinsatz in der Grundschule. Mit wenig viel erreichen. (Saloon Arts Education)
06.12.2017, 16:00 Stefan Heidenreich, Torsten Meyer, Karina Nimmerfall, Ingrid Roschek: Podiumsdiskussion Curatorial Turn (Kunstpädagogische Positionen)
10.01.2018, 16:00 Ulrich Schötker (Kunstpädagogische Positionen)
17.01.2018, 18:00 Jane Eschment, Gesa Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation. (Saloon Arts Education)
Mittwoch, 8. November 2017
Vortrag: Mandy Schiefner-Rohs - Zur Rolle von digitalen Medien in Lehrkonzeptionen Dozierender, 14. November, 17:45 Uhr
Die Diskrepanz zwischen dem durchaus auch für breitere Zielgruppen interessanten Angebot von Bildungsinstitutionen wie Universitäten und den doch eher begrenzten Werbemaßnahmen für deren Veranstaltungen ist unser Thema für die letzten Wochen des Jahres.
In diesem Sinne wird das Angebot von Institutionen wie dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln, das über spezifische Besuchergruppen hinaus - a.k.a. Studierende - kaum wahrgenommen wird, an dieser Stelle regelmäßig Thema sein.
Digitale Medien sind wie Kulturelle Bildung nicht erst - wie die Vortragende schreibt - seit einigen Jahren ein omnipräsentes Thema. Aus eigener Erfahrung wissen wir, welche Hürden die Etablierung digitaler Medien, die gegen Ende des 20. Jahrhunderts einsetzte, nehmen musste.
Daher sind wir immer wieder sehr verwundert, wenn wir im Kontext von kunsthistorischen, -wissenschaftlichen oder -pädagogischen Konferenzen einen Über- und Einblick in aktuelle (Forschungs-)Projekte gewinnen, welche die Potentiale der Digitalisierung für die Kunst- und Kulturwissenschaften nutzen möchten.
Denn multimediale Forschung und Vermittlung ist das Kerngeschäft der Kunstgeschichte, seit Jahrhunderten wohlgemerkt... Hier folgen nun einige Zeilen aus der Presseerklärung zum sicherlich erhellenden Vortrag von Mandy Schiefner-Rohs über die Rolle von digitalen Medien in den Lehrkonzeptionen Dozierender:
'Digitalisierung lautet das Schlagwort der letzten Jahre. Und schaut man in Debatten um Digitalisierung in Schule, Hochschule und Arbeitswelt, so wird schnell klar: In Deutschland beseht hinsichtlich der Integration digitaler Medien in Bildungsinsitutionen dringender Handlungsbedarf. So kommt es nicht von ungefähr, dass auch der studentische Alltag mehr und mehr von Medien durchdrungen ist: von A wie Anmeldung bis zur Z wie Zulassung.
Bezogen auf die Rolle digitaler Medien in der Lehre könnte das Z auch doppeldeutig zwischen Zumutung und Zu-Mutung gelesen werden: Was muten Lehrende Studierenden eigentlich zu? So kann Gestaltung von Lehr-Lernarrangements an der Hochschule als ermöglichende oder hemmende Rahmenbedingung für Medienhandeln in der Hochschule betrachtet werden. Der Vortrag nimmt daher auf Grundlage erster Ergebnisse eines Reviews im BMBF-Projekt You(r) Study – Eigensinnig Studieren im 'digitalen Zeitalter’ die Gestaltung von Lehr-Lernarrangements mit digitalen Medien in den Blick.
Zentral sind spezielle Fragen danach, wie digitale Medien in Lehr-Lernkonzepte Dozierender integriert werden und welche hochschuldidaktischen Erfahrungen es mit digitalen Medien in einzelnen Disziplinen gibt bzw. welche Vorstellungen von Medien in Diskursen um Medien in der Hochschule zu finden sind. Gemeinsam wollen wir diskutieren, inwieweit diese Entscheidungen studentisches Medienhandeln prägen können.'
Hintergrund
Mandy Schiefner-Rohs ist Juniorprofessorin für Pädagogik an der TU Kaiserslautern. Sie hat Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte und Informationswissenschaft studiert und war in unterschiedlichen Universitäten in Deutschland und der Schweiz in Wissenschaft, Lehre und dem Bereich Hochschuldidaktik/E-Learning tätig.
Service/Links
Mandy Schiefner-Rohs: Und täglich grüßt das Murmeltier: Zur Rolle von digitalen Medien in Lehrkonzeptionen Dozierender
Dienstag 14. November - 17:45 Uhr
Universität zu Köln - Institut für Kunst und Kunsttheorie Gronewaldstraße 2 - Block B - R 2.212
Kommende Vorträge:
Di 12.12.2017: Anna Morten (Köln, Psychologie): Die Wirksamkeit audiovisueller Gegenbotschaften gegen extremistische Propaganda (Medienpsychologie)
Di 09.1.2018: Peter Moormann (Köln, Musik)
Di 16.1.2018: Kai Hugger & Christian Noll (Köln, Medienpädagogik): Youtube und politische Partizipation
www: http://kunst.uni-koeln.de
www: http://www.medialogy.de
Montag, 6. November 2017
Vortrag: Georg Peez - Beobachten. Einblicke in Forschungsprozesse und Praxiskonzepte gegenwärtiger Kunstpädagogik, Mittwoch, 8. November, 16 Uhr
Wir haben die Diskrepanz zwischen dem spannenden Angebot und den begrenzten Werbemaßnahmen von Bildungsinstitutionen zuletzt bereits erwähnt. Daher wird das Angebot von Institutionen wie dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln, das über deren spezifische Besuchergruppen hinaus kaum wahrgenommen wird, an dieser Stelle bis zum Ende des Jahres intensiver beworben.
Denn Kulturelle Bildung ist nicht nur ein seit einigen Jahren omnipräsentes Schlagwort. Sie ist ein gesellschaftlich bedeutendes Konzept des letzten Jahrhunderts und zentral für unser Verständnis von Kunst, deren Aufgaben und Möglichkeiten.
Hier folgen nun einige Zeilen aus der Presseerklärung zum spannenden Vortrag von Georg Peez über aktuelle Forschungsprozesse und Praxiskonzepte der Kunstpädagogik:
'Aufmerksam beobachten – Forschungsmaterial erheben, systematisieren und auswerten – qualitativ-empirisch Forschen. Wie dies im Rahmen von Kunstpädagogik aussehen kann, wird anhand einiger Fallstudien und kunstdidaktischer Konsequenzen hieraus erörtert. Im Zentrum steht die Offenheit Forschender, eigene Auffassungen sowie Interpretationswege durch das Forschungsmaterial so stark irritieren zu lassen, es als ‚autonomes‘ Material so wichtig zu nehmen, dass innovative Sichtweisen, Bezüge und Beschreibungen über das zu untersuchende Phänomen bzw. Feld entwickelt werden können.'
Hintergrund
Dr. Georg Peez ist Professor für Kunstpädagogik, er lehrt und forscht an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. seine Forschungsschwerpunkte sind u.a.: Qualitative empirische Forschung in der Kunstpädagogik, Digitale Medien im Kunstunterricht, Dimensionen ästhetischen Verhaltens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und Evaluations- und Wirkungsforschung in kunst- und kulturpädagogischen Bereichen.
Service/Links
Georg Peez: Beobachten. Einblicke in Forschungsprozesse und Praxiskonzepte gegenwärtiger Kunstpädagogik
Mittwoch, 8.11.2017 - 16 Uhr
Universität zu Köln - Institut für Kunst und Kunsttheorie - Gronewaldstraße 2 - Block B - R 2.212
www.georgpeez.de
www: http://kunst.uni-koeln.de
www: http://www.medialogy.de
Kommende Vorträge
15.11.2017, 18:00: Sina Semsahra / Katja Huppertsberg: I Love ÄE. Realitätscheck (Saloon Arts Education)
29.11.2017, 16:00: Bernadett Settele: Bildung in Performance (Live-Stream Zürich) (Kunstpädagogische Positionen)
29.11.2017, 18:00: Christina Otto: Medieneinsatz in der Grundschule. Mit wenig viel erreichen. (Saloon Arts Education)
06.12.2017, 16:00: Stefan Heidenreich, Torsten Meyer, Karina Nimmerfall, Ingrid Roschek: Podiumsdiskussion Curatorial Turn (Kunstpädagogische Positionen)
10.01.2018, 16:00: Ulrich Schötker (Kunstpädagogische Positionen)
17.01.2018, 18:00: Jane Eschment, Gesa Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation. (Saloon Arts Education)
Freitag, 3. November 2017
Köln: Jörg Obergfell - KOYA
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| Bunker? Flakturm? Flugzeugcockpit oder U-Boot? Temporäre Architektur wie dieser Geräteschuppen bedient sich oft objets trouvés bzw. vorhandener Materialien... © Jörg Obergfell |
Köln. Kunst. Kalk. Diese Ausstellung scheint für den umstrittenen, inzwischen bereits gehypeten Stadtteil wie gemacht. Echt, dreckig, arm, so sexy wie Berlin? Wir raten: Machen Sie sich selbst ein Bild. Ein Spaziergang ausgehend von Kalk-Post zum Beispiel. Denn natürlich ist Kalk viel mehr als das Klischee und die Summe der Gerüchte...
Nur eines ist sicher: Im Verhältnis zu anderen Kölner Stadtteilen kann man und Frau hier noch faire Mieten finden. Noch... Denn Kalk boomt, wird seit Jahren gentrifiziert, wie man heute so schön schlau und vermeintlich korrekt sagt. Nicht nur in New York entdecken Künstler und Studierende spannende Orte mit Potential und sind aus dieser Perspektive quasi die Avantgarde des Immobilienmarktes.
Von Ehrenfeld lernen?
In Kalk sind bereits einige spannende Orte wieder verschwunden, ein klares Indiz für kommenden Mietwucher... Aber lassen wir nun einmal das beiseite. Und konzentrieren wir uns auf die inspirierenden Dinge des Lebens: Kunst zum Beispiel... In Kalk werden schon seit einigen Jahren bemerkenswerte Ausstellungen internationaler, zeitgenössischer Künstler und Designer im Büro für Brauchbarkeit präsentiert.
Und eine kippenbergerwürdige Kneipe in einer Autowerkstatt wurde auch schon geschlossen. OK, zugegeben, der Grund war nicht die Polizei und auch nicht das Ordnungsamt. Aber die dortigen Veranstaltungen sind schon jetzt legendär... Aber jetzt zurück in die Trimbornstraße. Aktuell wird der dort befindliche, kleine aber feine, etwas sperrig Ausstellungsraum im Büro für Brauchbarkeit genannte Ort von Martina Höfflin, Florian Müller, Simon Roth und Julius Terlinden kuratiert.
Kippenberger lässt grüßen
Angesichts des Programms der letzten Jahre, hoffen wir sehr, dass dieser Off-Space für junge Kunst, wie man in den 1990er wohl gesagt hätte, noch viele spannende Positionen in Kalk zeigen bzw. dorthin einladen wird. Seit Oktober sind dort rund 300 Fotografien und eine Installation zu sehen. Und hier folgen nun einige Zeilen aus der Presseerklärung zur Ausstellung KOYA von Jörg Obergfell:
'Kleine, improvisierte Gebäude sind etwas grundlegend anderes als jene Konstruktionen, die von Architekten – den ›Schöpfern von Form‹ – entworfen werden. Sie sind gewissermaßen eine unerwünschte Erinnerung daran, dass Dinge älter und langlebiger sind als Ideen und dass es gelegentlich sogar schwierig sein kann, zwischen den beiden zu unterscheiden.
Jörg Obergfell fotografierte im Norden Japans eine Vielzahl von Geräteschuppen, kleinen „Architekturen ohne Architekten“. Die sowohl im Sommer als auch im dortigen sehr schneereichen Winter entstandenen 288 Fotografien werden wandfüllend im Ausstellungsraum gezeigt. Eine improvisierte Struktur, die die Elemente der Schuppen aufgreift und selber eine Art Schuppen bildet, findet angrenzend ihren Platz im Raum.
Kuratiert von Florian Müller.'
Service und Links
Jörg Obergfell - KOYA
noch bis zum 25. November
Lobenswert, denn bald ist doch schon wieder Weihnachten: Zur Ausstellung erscheint eine Edition, die im Ausstellungsraum erworben werden kann.
@ AUSSTELLUNGSRAUM DES BÜRO FÜR BRAUCHBARKEITÖffnungszeiten: Samstag, 14 – 18 Uhr und auf Anfrage - Trimbornstrasse 7 - 51105 Köln -
Kontakt: 0221 9226 920 und ausstellungen@brauchbarkeit.de
- die Website zur Ausstellung Jörg Obergfell - KOYA, hier
- der Facebook-Auftritt für Ausstellungen im Büro für Brauchbarkeit, hier
- Kosmas Nikolaou - kunstlich.com über eine Ausstellung im Büro für Brauchbarkeit (8/2016), hier
- learning from Athens? - kunstlich.com über eine Ausstellung im Büro für Brauchbarkeit (10/2016), hier
Donnerstag, 2. November 2017
Vortrag: Ana Teixeira Pinto: Hiding Behind Layers of Irony too Complex to Unmask - Köln, 8. November, 16 Uhr
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| Ein Ausschnitt des Plakats zum Vortrags von Ana Teixeira Pinto: Hiding Behind Layers of Irony too Complex to Unmask © Ana Teixeira Pinto und Universität zu Köln - Labor für Kunst und Forschung |
Im Gegensatz zu den in der Regel nicht gerade überfinanzierten Ausstellungshäusern und -räumen wird das spannende Programm von Bildungsinstitutionen kaum beworben. Daher wird das spannende Angebot von Institutionen wie dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln über deren spezifische Besuchergruppen hinaus kaum wahrgenommen.
Und das ist der Grund, warum wir uns seit einigen Wochen schon intensiver mit den Vorträgen des Instituts beschäftigen und ausgewählte Vorträge an dieser Stelle bewerben. Kulturelle Bildung ist ein omnipräsentes Schlagwort, ein gesellschaftlich bedeutendes Konzept des 20. Jahrhunderts und zentral für unser Verständnis von Kunst, deren Aufgaben und Möglichkeiten.
Hier folgen nun einige Zeilen aus der Presseerklärung zum spannenden Vortrag von Ana Teixeira Pinto zum Thema Kunsterfahrung in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung:
'The digital turn seems to correlate with a crisis in representation: though equipped with a growing variety of optical media, we are increasingly unable to grasp the algorithmic totality that surrounds us. Data’s primary mode of existence, as Alex Galloway argues, is not a visual one, and the twin forces of globalization and digitalization tend to widen the gap between individual experience and the economic structures that determine it. What happens to art when phenomenological experience - the raw material aesthetics is made of - becomes secondary to information flows?'
Hintergrund
Ana Teixeira Pinto is writer and cultural theorist based in Berlin. She is a lecturer at Universität der Künste, Berlin, and a research fellow at Leuphana University, Lüneburg. Her writings have appeared in publications such as e-flux journal, art-agenda, Mousse, Frieze/de, Domus, Inaethetics, Manifesta Journal, or Texte zur Kunst. She is the editor of The Reluctant Narrator (Sternberg Press, 2014) and has recently contributed to Alleys of Your Mind: Augmented Intelligence and its Traumas (edited by Matteo Pasquinelli, 2015) and Nervöse Systeme (edited by Anselm Franke, Stephanie Hankey and Marek Tuszynski, 2016).
Service/Links
Ana Teixeira Pinto: Hiding Behind Layers of Irony too Complex to Unmask
Mittwoch, 08.11.2017 - 16:00 Uhr
Universität zu Köln - Labor für Kunst und Forschung - City Passagen, 1. Etage, Dürener Str. 89
www.laborfuerkunstundforschung.de
www: http://kunst.uni-koeln.de
www: http://www.medialogy.de
Köln - Symposium & Performance: Hegemonien der Körper 2017 - ein Experimentaltransfer, 4. November 14-20 Uhr
Kaum jemand weiß von den Veranstaltungen, die Bildungsinstitutionen wie die Universität zu Köln anbieten - und dass eben nicht nur für die Studierenden. Natürlich haben letztere immer Vorrang bei Anmeldung und Platzwahl, um das heutzutage enggestrickte, um nicht zu sagen verschulte Studium bewältigen zu können.
ABER: In der Regel bleiben viele Plätze frei und die Stimmen von Interessierten sind meist herzlich willkommen, denn kulturelle Bildung ist ein Generationen und Schichten übergreifendes Projekt. In diesem Sinne möchten wir auf eine sicherlich lehrreiche Veranstaltung aufmerksam machen, die sich einem spannendem Thema widmet: Den Beziehungen von Körpern und Machtstrukturen. Hier folgen nun einige Zeilen aus der Presseerklärung der Veranstalter:
'In „Hegemonien der Körper 2017 - ein Experimentaltransfer“ untersuchen internationale Künstler*innen und Wissenschaftler*innen Themen von epistemischer Gewalt und hegemoniale Ordnungen.
Hegemonien der Körper 2017 untersucht, wie sich Geschichte und Erinnerung, in welche Körper oder Körperstrukturen einschreibt? Welche Möglichkeiten des Aushandelns dieser historisch eingeschriebenen Körper in der Vergangenheit und in der Gegenwart existieren?
Welche Köper werden legitimiert, welche dämonisiert? In einem einwöchigen Performancelabor recherchieren die teilnehmenden Künstler*innen und Wissenschaftler*innen diese Fragen in Skype Gesprächen mit internationalen Expert*innen.
Basierend auf diesen Gesprächen werden im Labor performative Umsetzungen entwickelt, die innerhalb des Symposiums öffentlich präsentiert werden.'
Programm
14:00 – Eröffnung: Monica van der Haagen-Wulff und Fabian Chyle
14:30 – Vortrag 1: Devleena Ghosh Prof. (University of Technology, Sydney) “’Regular Visits to Purdah Baag:’Creating the Modern Female Body in Early Twentieth Century India”
15:45 – Vortrag 2: Jules Sturm Dr. (Art Academy “Sandberg Instituut” Amsterdam) “The Paradox of Hegemonic Vulnerability in Reproductive Narratives”
17:30 Performance Laboratory Showing: “Body Hegemonies 2017: An Experimental Transfer”
18:45 - 20:00 Panel: Bodies between Theory and Practice: Possibilities and Anxieties around Embodied Academia!
Teilnehmer*innen
“The Body as a Target” Arahmaiani (Yogyakarta), Bildende/Performance Künstlerin und Umweltaktivistin, trifft Gunnar Stange (Wien, Universität Wien), Wissenschaftler in Geographie und Regionalforschung mit Schwerpunkt Südostasien.
“The Racialised Body and the Museum” Ciraj Rassool, Prof. Dr. (Kapstadt – University of the Western Cape) Historiker und Leiter der “African programme in Museum and Heritage Studies” trifft Dierk Schmidt, (Berlin, Kunsthochschule Kassel), postkolonialer bildender Künstler und Aktivist, Wissenschaftler der Bildenden Künste.
“The Body and Institutional Violence” Fabian Chyle, Dr. (Düsseldorf) Choreograph und Wissenschaftler trifft Kris Larsen (Chicago) Tanz/Bewegungstherapeut und Performer.
“Body Hair, Gender, Race, Political Conflict and its Impact on Civic Belonging” Kelvin Kilonzo (Cologne), Schauspieler und Tänzer, trifft Sorour Darabi (Paris), Performer*in, Tänzer*in und Choreograf*in.
“Bodies in Time and Space” MICHAEL Lazar, Dr. (Tel Aviv, University of Haifa), Naturwissenschaftler, Bildhauer, Fotograf und Performer, trifft Sari Khoury (Jerusalem), Architekt.
“Diasporic-Transnational-Migrant-Bodies" Monica van der Haagen-Wulff Dr. (Cologne/Sydney), Wissenschaftlerin und Performerin, trifft Paschal Daantos Berry (Sydney/Manila), Performer, Autor, Dramaturg und Kurator.
Service/LinksSymposium & Performance: Hegemonien der Körper 2017 - ein Experimentaltransfer
4.11.2017 - 14:00 – 20:00
Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln - Gronewaldstraße 2
Symposium: Konferenzraum R18 - Gebäude 216
Performance: Musiksaal 3.115 (ehemals 336) - 3.Stock Gebäude 216
Mehr zum Thema auf dem Server für kulturelle Bildung, hier
Mehr zum Thema auf dem Website von Fabian Chyle, hier
Mittwoch, 1. November 2017
heute in Köln: SOIRÉE SONIQUE mit Sabine Akiko Ahrendt, Carl Lüdwig Hübsch und Norbert Stein
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| © Rochus Aust |
Weiter geht's im Lutherturm, dessen Name aufgrund des Jubiläums nicht nur in Köln und in Musikerkreisen zuletzt über Bekanntheit nicht klagen darf... Wer mehr über den neuen Raum für klangbasierte Künste erfahren will, dem sei die Suche auf unserem Blog empfohlen... Heute Abend gibt es Klänge von Sabine Akiko Ahrendt, Carl Lüdwig Hübsch und Norbert Stein
SOIRÉE SONIQUE
Mittwoch, 1. November 2017, 18:30
LTK4 im Lutherturm · Martin-Luther-Platz 2-4 · 50677 Köln-Südstadt
Hintergrund
Das Konzert findet im Rahmen von OPEN CALL - SCHAUSAMMLUNG 2017 Internationale Klangbasierte Künste statt, zu sehen und zu hören noch bis zum 4.11.2017, Öffnungszeiten siehe weiter unten...
Der LTK4 OPEN CALL 2017 zeigt klangkünstlerische Positionen aus sieben Ländern: vom sound-file zum video-song, von der Klanginstallation zur akustischen Rauminszenierung, vom digital-buddhistischen Eintöner zur nano-nomadischen Versuchsanordnung.
Mit Installationen von Alexandre Costa, Andrew Crossley, Joseph Baader, Oliver Bedorf, Peter Eisold, Una Lee, Vincent Brinkmann und Youssef Ouchra.
Mit Klängen/Videos/Projekten von António Olaio, Badr El Hammami, Dietmar Bonnen/Peter Hölscher, Knud Zahidi, Mohamed Arejdal, Sibin Vassilev/Yoann Trellu und Sven Piayda.
Mit Konzeptionen von Barry Joseph Cullen, Carl Ludwig Hübsch, Claudia Robles-Angel, Colm Clarke, Sabine Akiko Ahrendt/Tanja Kodlin und Norbert Stein.
Service und Links
- LTK4 - Martin-Luther-Platz 2-4 - 50677 Köln - begehbar Mi-Sa 16-20 Uhr
- kunstlich über den Start des neuen Raumes für klangbasierte Kunst, hier
- die Website LTK4, dem neuen Raum für klangbasierte Kunst, hier
- Klänge von Carl Lüdwig Hübsch findet man auf seiner Website, hier
- Klänge von Sabine Akiko Ahrendt findet man auf ihrer Website, hier
- mehr über Norbert Stein erfährt man hier
Montag, 30. Oktober 2017
Köln: PAErsche Performance Zyklus: Freie Radikale - 31. Oktober - 20 Uhr
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| Ein Screenshot von www.paersche.org © PAErsche |
Wir haben in diesem Herbst zahlreiche Projekte des Aktionslabors-PAErsche beworben und die umtriebige Performance-Plattform bereits ausführlich vorgestellt. Daher folgt hier ein kurzer Hinweis auf die nächste Veranstaltung in Köln.
Das Aktionslabor PAErsche lädt herzlichst ein zu dem Performance Zyklus: Freie Radikale
Quere Winde des kalten und warmen Humors. Die drei performativen Aktionen vibrieren zwischen kaltem und warmen Humor, Schmerz, Poesie, ironisch-sozialer Kritik, scharfem politischen Statement und ästhetischem Genuss.
Ein hochqualitatives Gemenge mit springenden Übergängen und flirrenden Intensitäten. Den Abschluss des Abends gestalten PAErsche und die Gäste mit einer Open Source Gruppenperformance.
Service und Links
PAErsche - Performance Zyklus: Freie Radikale
31. Oktober 20 Uhr
@ Orangerie - Volksgartenstraße 25 - 50677 Köln
- Wer und was ist PAErsche? Alles über das Aktionslabor, hier
- die Website der Orangerie, hier
- sharing 576 - PAErsche zu Gast bei der Galerie Koppelmann (9/17), hier
- kunstlich.com über den Performance Sommer (5/17), hier
Freitag, 27. Oktober 2017
Kunst sei Dank: Kein Deckel über dem NSU-Komplex - ein Blick von außen...
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| Ein Screenshot der Website des britischen Magazins The Intercept © The Intercept Foto: Andreas Arnold/picture-alliance/dpa/AP |
Wir hatten im totalen Kunst-Sommer ausführlich über die documenta 14 berichtet, neben den Skandalen um finanzielle und organisatorische Ungereimtheiten ging es aber auch um Kunst. Ein Werk war auch außerhalb des Kunstkosmos von großem Interesse, es schaffte den Sprung in politische Institutionen und Diskussionen...
Dank einer Vielzahl von privaten Initiativen ist die Aufklärung der NSU-Mordserie nicht abgeschlossen und vergessen. Die Kette staatlichen Versagens bzw. nachweisbarer Vertuschung ist angesichts der Bedeutung des größten Neo-Nazi-Skandals in der Geschichte der BRD beängstigend. Denn hier steht das demokratische Selbstverständnis der Gesellschaft, der Glaube an die Neutralität und Wirksamkeit von zentralen staatlichen Behörden auf dem Spiel.
Hintergrund
Es waren die mutigen Aktionen der schockierten Angehörigen der Opfer, die den Blick der Öffentlichkeit auf die Mordserie lenkten. Denn die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft konzentrierten sich fast ausschließlich auf die Familien der Opfer und ihr direktes Umfeld. Das zunächst vorhandene Vertrauen der Angehörigen der Opfer in staatliche Behörden wurde auf diese Weise nachhaltig geschädigt. Abgesehen von Entschuldigungen und Versprechungen - u.a. von oberster Stelle in Person Angela Merkels - ist bisher leider nicht viel geschehen.
Vor über 11 Jahren, am 6.5.2006, nur einen Monat nach dem Mord an dem 21jährigen Halit Yozgat organisierte seine Familie mit anderen betroffenen Familien in Kassel und Dortmund Trauerdemonstrationen unter dem Motto „Kein 10. Opfer“. Rund 4.000 Menschen nahmen an der Demonstration in Kassel teil. Denn die Familien wussten zu diesem Zeitpunkt schon, dass die Mordserie explizit rassistisch motiviert war, und trugen dieses Wissen in die Öffentlichkeit.
Amnesty International wirft Angela Merkel gebrochene Versprechen im Kontext der Aufarbeitung des NSU-Komplexes vor
Bis zur Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 wurde der Protest der Betroffenen und ihrer Communities gesellschaftlich und medial kaum wahrgenommen und meist ignoriert. Auch während der noch laufenden juristischen und polizeilichen Untersuchungen berichteten die traumatisierten Familien wiederholt über Erfahrungen des silencing, des Zum-Schweigen- gebracht-Werdens.
Der Begriff NSU-Komplex beschreibt ein Konglomerat aus rechtsextremem Terror sowie institutionellem und strukturellem Rassismus in der heutigen deutschen Gesellschaft. Bereits vor der Eröffnung der documenta tagte in Köln das NSU-Tribunal, eine Zusammenarbeit des Schauspiels Köln mit dem Maxim Gorki Theater, den Münchner Kammerspielen, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Akademie der Künste der Welt/Köln und dem HAU Hebbel am Ufer.
Komplexe Sache: Persönlichkeitsrechte von V-Männern und -Frauen
Das Tribunal ist ein Projekt des Aktionsbündnisses „NSU-Komplex auflösen“, eines Zusammenschlusses bundesweiter Initiativen in Verbindung mit den Betroffenen des NSU-Terrors. Hier wurden erstmals die Ergebnisse der Untersuchungen und Recherchen zum Mord an Halit Yozgat präsentiert, die im Sommer dann im Kontext der documenta 14 erneut in Form einer dokumentarischen Videopräsentation gezeigt wurden.
Dank dieser Präsenz der Arbeit der Gesellschaft der Freund_innen von Halit wurde der Fall Halit Yozgat erneut in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Der für den Fall zentrale, ehemalige V-Mann Temme, der nun bei der Stadtverwaltung Kassel arbeitet, sagte in einer erneuten Vernehmung zum Fall aus, er habe von der Videoarbeit im Rahmen der documenta gehört und fürchte um seine Persönlichkeitsrechte...
Der von der Videopräsentation im Kontext der documenta 14 wieder bekannt gewordene Fall sorgt nun auch im Ausland für wiederbelebtes Interesse an dem Fortgang der Aufklärung des NSU-Skandals. Ein Blick von außen tut immer gut und in diesem Sinne möchten wir an dieser Stelle den sehr informativen Artikel von Robert Mackey für das britische Magazin The Intercept empfehlen...
Links
- Robert Mackey berichtet für das britische Magazin The Intercept über den V-Mann Temme und den NSU-Skandal, hier
- kunstlich.com über das NSU-Tribunal in Köln (Mai 2017), hier
- und nochmal mit vielen Kommentaren und Links, kunstlich.com über das NSU-Tribunal in Köln (Mai 2017), hier
- mehr Informationen über die Gesellschaft der Freund_innen von Halit auf der documenta 14-Website, hier
- Der Spiegel über die Amnesty International-Vorwürfe gegenüber Angela Merkel im NSU-Kontext, hier
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