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Mittwoch, 9. Februar 2022

Bonn © Foto: Gerd Mörsch;  Kunst: Performance katze und Krieg @ Bundeskunsthalle

 

Sonntag, 26. September 2021

Quelle und ©: https://www.jetzt.de/aufsteigerinnen/plakataktion-mit-keine-experimente-eignen-sich-acht-frauen-den-ehemaligen-cdu-slogan-an

 

Samstag, 25. September 2021

Wählen gehen!

 Das Copyright für alle hier abgebildeten Kunstwerke liegt bei der CDU und den Menschen, die ihre kreativen Kapazitäten in den Dienst jener - für die Entwicklung von CDU-Produkten wie den hier gezeigten - stellten.

Ein Screenshot eines faszinierenden Films, siehe https://www.youtube.com/watch?v=CyH49o5uQ5Q
 








Freitag, 26. Januar 2018

SENDEPAUSE

Das wird jetzt wohl eine etwas längere Werbepause, denn wir sind ja nicht öffentlich-rechtlich finanziert, Tipps und Empfehlungen pflegen wir weiterhin auf der kunstlich-facebook-Auftritt ein...

Montag, 22. Januar 2018

Cologne: SOIRÉE SONIQUE #07 mit Frank Dommert, Hubert Steins und Florian Zwissler, Mi 31. Januar

© LTK4 / Rochus Aust

Wir haben an dieser Stelle bereits mehrfach über den Ende 2017 erfolgten Neustart in der Lutherkirche, genauer gesagt im Turm der Kirche in der Kölner Südstadt, berichtet. Das neue Kuratorium konzentriert sich auf klangbasierte Kunstveranstaltungen.

Und das ist sicher eine sinnvolle Erweiterung der Kölner Kulturlandschaft, nicht nur, weil die Domstadt einen weltbekannten Namen für Klangexperimente hat und der Lutherkirchen-Turm sich für solche einfach hervorragend eignet... 

Also kurzum: Überzeugen Sie sich selbst, erkunden Sie einen einmaligen und kaum bekannten Kunstraum in der Kölner Südstadt. Hier folgen nun ein paar Informationen zum akustischen Weihnachtsgeschenk des LTK4 im Rahmen des inzwischen etablierten Soirée Sonique-Reihe: 

SOIRÉE SONIQUE #07:  
Neujahrsempfang und Abschluss der PLATTENSAMMLUNG mit Frank Dommert/Köln (Schallplatten) und Hubert Steins/Köln (Fragmentpartituren 1-6) und Florian Zwissler/Köln (Plattenspieler im Stromorchester)
Mittwoch, 31. Januar 2018, um 18.30h

anschließend Neujahrsempfang und Abschluss der PLATTENSAMMLUNG Drehbare Klangbasierte Künste Installationen · Kompositionen · Klänge · Videos
von Adrian Wellmann/Andreas Bausch, Hubert Steins, Sanne L. Vehling, Florian Zwissler

Service / Links 
SOIRÉE SONIQUE mit Frank Dommert, Hubert Steins und Florian Zwissler
Mi - 31. Januar - 18:30
LTK4 im Lutherturm - Martin-Luther-Platz 2-4 - Köln


Öffnungszeiten der Ausstellung 
nach Vereinbarung unter 0172 4298487

Kommende Veranstaltungen

SOIRÉE SONIQUEimmer am letzten Mittwoch im Monat um 18.30h bei LTK4 im Lutherturm
regionale, nationale und internationale Gäste geben spannende Einblicke in die Klangbasierten Künste (bei Wein und Erdnüssen)
Mittwoch 28.02.2018 · 18.30h #08 mit Han Halewijn, Niklas Seidl und Daniel Verasson
Mittwoch 28.03.2018 · 18.30h #09 mit Simon Rummel
Mittwoch 25.04.2018 · 18.30h #10 mit Vladimir Tarasov

IN FUTURUM · ZUKUNFTSFORMAT: STILLE Stille Klangbasierte Künste 28.02. - 03.03.2018 · Mi-Sa 16-20h
Installationen · Kompositionen · Aufnahmen · Videos von Han Halewijn - Daniel Verasson - Kombüse (Niklas Seidl/Paulette Penje) - Knud Zahidi - John Cage

LANGE NACHT DER STILLE: Kondensierte Stille, Freitag 02.03.2018 · 20-24h
mit Ninon Gloger (Piano) · 20h - Hans Lüdemann (Piano) · 21h - Kristín Kristjánsdóttir (Piano) · 22h - Dušica Cajlan-Wissel (Piano) · 23h

© LTK4 / Rochus Aust

Freitag, 19. Januar 2018

Köln - Performance: Alles, was Du nie über mich wissen wolltest, 22. Januar, 19 Uhr

Mit diesem Bild wirbt das Institut für Kunst & Kunsttheorie für die Performance am kommenden Montag. Und da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Nastassia Belasava, Rebecca Eder, Santana Haas, Lisa Müller, Christin Niehoff, Miriam von Kutzleben, Hanna Held, Luca Marie Tüshaus, Janina Susan Weiss, Judith Surmund, Franziska Lüdecke, Julia Dick / Institut für Kunst und Kunsttheorie / Universität zu Köln

Das Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln wurde und wird im Rahmen der Reihe über spannende, aber leider kaum bekannte Veranstaltungen von Kultur- und Bildungsinstitutionen an dieser Stelle bereits mehrfach vorgestellt. Doch diese Veranstaltung fällt etwas aus dem Rahmen...

Denn es handelt sich um keinen Vortrag, sondern um eine Performance. Und hieran zeigt sich, wie vielfältig Forschung und Lehre an diesem Institut verstanden und betrieben wird, nicht nur Kunsttheorie, auch Kunst...

Hier folgen die Zeilen aus der Einladung zur Performance ''Alles, was Du nie über mich wissen wolltest''

''Die Wahrheit kann unliebsam, hässlich, anstößig, unbequem, nackt … sein - egal - wir wollen ihr in die Augen sehen.

Und uns auf die Suche nach der Wahrheit über uns Menschen begeben.
Wir bohren, quälen, lügen, suchen, hadern.
Probieren alles, um vorzudringen zu … diesem „Inneren“.
Alle Fragen sind erlaubt - alle Mittel recht.''
 


Eine Performance von den flüssigen Hüllen Nastassia Belasava, Rebecca Eder, Santana Haas, Lisa Müller, Christin Niehoff, Miriam von Kutzleben, Hanna Held, Luca Marie Tüshaus, Janina Susan Weiss, Judith Surmund und Franziska Lüdecke - unter der Leitung von Julia Dick.
 

Service / Links
Performance: Alles, was Du nie über mich wissen wolltest
Montag, 22. Januar - 19:03 Uhr - Universität zu Köln - Humanwissenschaftlichen Fakultät - Gronewaldstr. 2 - Raum aeb 2.104


http://kunst.uni-koeln.de/
http://mbr.uni-koeln.de/aesth/

Dienstag, 16. Januar 2018

Berlin: Vortrag - Horst Bredekamp über Fragen der Zerstörung und Rekonstruktion - 17. Januar, 18 Uhr

Ein Screenshot der Website des KINDL © KINDL

Da sollte man und Frau hingehen und zuhören. Nicht nur weil Horst Bredekamp ein begnadeter Denker, sondern auch ein ebenso talentierter Rhetoriker ist. Wer einmal die Gelegenheit hatte, ihn zu hören, wird den Esprit, die Schärfe der Kritik und den Humor schätzen. 

Bredekamp spekulierte schon zu Beginn der 1990er über die Zukunft der Kunstgeschichte, über Chancen und Risiken von PC und IT für die Kulturwissenschaften. Eine bis heute an noch immer erschreckend vielen Orten kaum gestellte Frage, von der Finanzierung der Institutionen mal ganz abgesehen... 

Im Sinne unserer mit viel Lob und Aufmerksamkeit (Klicks) bedachten Reihe über die kaum bekannten bzw. beworbenen Veranstaltungen von Kultur- und Bildungsinstitutionen folgen hier nun die Zeilen des Berliner KINDL zum Vortrag von Horst Bredekamp. Und weil das KINDL ja auch ein durchaus sehenswertes Ausstellungshaus ist, folgen weiter unten die Informationen über das aktuelle Ausstellungsprogramm.

''Ausgehend von Palmyra unterzieht Horst Bredekamp die Weigerung, zerstörte Kulturgüter zu rekonstruieren, einer grundlegenden Kritik und verteidigt eine „kämpferische Rekonstruktion“ in verschiedenen Spielarten. Zu den Beispielen, die angeführt werden sollen, wird auch das Humboldt Forum gehören.''

Aura oder Nicht-Aura? Benjamin oder was?

''Der Entschluss zur Wiedererrichtung des Berliner Schlosses war auch als eine Negation seiner Sprengung 1950 gedacht. Diese Überlegungen stehen im weitesten Rahmen im Zusammenhang mit Bredekamps Kritik an Walter Benjamins Reproduktionsthese, die er zuerst 1975 und dann vielfach wiederholt vorgebracht hat. 

Bredekamp ist der Überzeugung, dass Reproduktion die Aura des Originals so gut wie niemals zerstört. Vielmehr entfaltet sie durchweg eine eigene Aura, die in der Regel kaum vorhersehbare Prozesse auslöst, was an ausgewählten Beispielen anschaulich gemacht werden soll.''

Hintergrundinformationen zu Horst Bredekamp


Prof. Dr. Horst Bredekamp war seit 1982 Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg; seit 1993 lehrt und forscht er an der Humboldt-Universität Berlin. Er ist einer der Gründungsintendanten des Humboldt Forums in Berlin. 

Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehören Kunst als Medium sozialer Konflikte. Bilderkämpfe von der Spätantike bis zur Hussitenrevolution (1975), Antikensehnsucht und Maschinenglauben. Die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte (1992), Galileis denkende Hand (2015), Der Bildakt (2015) und der Essay Das Beispiel Palmyra (2016).

EN:  "Zur Frage der Zerstörung und Rekonstruktion" - Lecture by Horst Bredekamp
Wednesday, 17 January, 2018, 6 pm - Free entrance -Lecture in German

Horst Bredekamp will subject the refusal to reconstruct destroyed cultural monuments to a fundamental criticism, beginning with the example of Palmyra. The central theme is “militant reconstruction” in its different varieties. The Humboldt Forum will be one of the examples to be discussed. The decision to rebuild the Berlin Palace was also intended as a negation of its demolition in 1950.
 

These ideas are broadly related to Bredekamp’s critique of Walter Benjamin’s theory of reproduction, which he first advanced in 1975 and frequently thereafter. Bredekamp believes that reproduction almost never destroys the aura of the original. Rather, it develops its own aura, which usually triggers almost unpredictable processes, as will be illustrated with selected examples.

Prof. Dr. Horst Bredekamp served as professor of art history at the University of Hamburg starting in 1982; since 1993 he has taught and researched at Humboldt University in Berlin. He is one of the founding directors of the future Humboldt Forum in Berlin. 


His best-known publications include Kunst als Medium sozialer Konflikte: Bilderkämpfe von der Spätantike bis zur Hussitenrevolution (1975), Antikensehnsucht und Maschinenglauben: Die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte (1992), Galileis denkende Hand (2015), Der Bildakt (2015) and the essay Das Beispiel Palmyra (2016).

Hintergrund: KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst

Quelle: KINDL Website

''In den außergewöhnlichen Räumen der ehemaligen Kindl-Brauerei in Berlin-Neukölln befindet sich heute das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst. Seit Oktober 2016 zeigt das KINDL auf drei Ausstellungsetagen im Maschinenhaus und im spektakulären, rund 20 Meter hohen Kesselhaus internationale Gegenwartskunst. 


Mit der vom Künstler Roman Signer eigens für diesen ungewöhnlichen Raum entwickelten Installation Kitfox Experimental, einem kopfüber mitten im Raum hängenden Flugzeug, konnte das Kesselhaus bereits im Herbst 2014 als erster Teil des Gebäudes eröffnet werden.

Entstehung

Im Herbst 2011 erwarb das deutsch-schweizerische Ehepaar Burkhard Varnholt und Salome Grisard das Gebäude-Ensemble der ehemaligen Kindl-Brauerei mit dem Ziel, eine kulturelle Nutzung zu ermöglichen. Der denkmalgeschützte Klinkerbau wurde zwischen 1926 und 1930 in Anlehnung an den deutschen Expressionismus in rotem Backstein errichtet. 

Es umfasst neben einem siebengeschossigen Turm das 20 Meter hohe Kesselhaus, ein mit sechs kupfernen Pfannen ausgestattetes Sudhaus und ein dreigeschossiges Maschinenhaus. Für die aufwändige Sanierung des Gebäudes zeichnete das Architekturbüro Dr. Krekeler & Partner verantwortlich. Entwurf und Konzept des Umbaus stammen von grisard'architektur, Zürich. 

Die Sanierung beinhaltete neben einem neuen Sheddach auf dem Maschinenhaus auch die Neuerschließung der Ostfassade, die als Eingangsbereich fungiert. Als gleichermaßen historisch-sensible wie architektonisch vorausweisende Setzung entstand hier eine neue Situation mit Foyer und Außentreppe.

Idee

Das Ensemble aus Kesselhaus, Sudhaus und Maschinenhaus bezeugt bis heute seine ursprüngliche Funktion im Brauereibetrieb. Die so charakterisierten Räume und Gebäudeteile legen verschiedene Nutzungen nahe. So erwartet die Besucherinnen und Besucher stets ein Zusammenspiel dreier unterschiedlicher Ausstellungsformate: 

Im Kesselhaus ist einmal pro Jahr eine internationale Künstlerin oder ein Künstler eingeladen, eine einzige Arbeit für diesen besonderen Ort zu realisieren. 

Das ehemalige Maschinenhaus bietet auf drei Etagen Raum für je eine monografische und eine thematische Ausstellung internationaler Gegenwartskunst. Als künstlerischer Direktor leitet der Schweizer Kurator und Kunstkritiker Andreas Fiedler das Haus.

Das Sudhaus mit seinen sechs riesigen Kupferkesseln – den einst größten Sudpfannen Europas – ist seit der Eröffnung ebenfalls wieder der Öffentlichkeit zugänglich: Im einstigen „Palast Berliner Bierkultur“ lädt das Café König Otto zum Verweilen ein, auf dem Vorplatz der Brauerei entstand unter Platanen ein leicht abgesenkter Biergarten. 


Die eindrucksvollen Räume des KINDL können zudem für Veranstaltungen verschiedenster Art genutzt werden.Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst arbeitet gemeinnützig. Sämtliche Einnahmen fließen direkt in den Ausstellungsbetrieb zurück.''

Service /  Links 

Vortrag: Horst Bredekamp über Fragen der Zerstörung und Rekonstruktion
Mittwoch, 17. Januar
KINDL - Zentrum für zeitgenössische Kunst - Am Sudhaus 3 - Berlin 12053
lobenswert: Eintritt frei
www.kindl-berlin.de

Ausstellungen:
- Kesselhaus: Haegue Yang - Silo of Silence - Clicked Core - noch bis zum 13. Mai
- Maschinenhaus M1 + M2: Ruinen der Gegenwart - Dorothee Albrecht, Morehshin Allahyari, Francis Alÿs, Katya Gardea Browne, Clemens Botho Goldbach, Arata Isozaki, Gordon Matta-Clark, Ryuji Miyamoto, Marike Schuurman, Manit Sriwanichpoom - noch bis zum 11. Februar

Montag, 15. Januar 2018

Köln - Vortrag: J. Eschment & G. Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation. 17.1. - 18 Uhr

Hier Link zu mehr Informationen über den Vortrag von Jane Eschment & Gesa Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation. Köln - 17.1. - 18 Uhr

Mit diesem Bild wirbt das Institut für Kunst &;Kunsttheorie für den Vortrag von Jane Eschment & Gesa Krebber. Da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber wie folgt und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Jane Eschment / Gesa Krebber / Institut für Kunst und Kunsttheorie / Universität zu Köln

Sonntag, 14. Januar 2018

Köln - Vortrag: Rena Onat über Queer of Color Perspektiven in der Kunst. Institutionenkritik – Selbstrepräsentation – Empowerment, 15. Januar 19 Uhr

Mit diesem Still aus „Where is Your Studio“ von Raju Rage wirbt das Institut für Kunst & Kunsttheorie für den Vortrag von Rena Onat: Queer of Color Perspektiven in der Kunst. Institutionenkritik – Selbstrepräsentation – Empowerment © Raju Rage 2017

Das Angebot von Bildungsinstitutionen - dem Schwerpunkt des Blogs entsprechend natürlich mit dem Fokus auf Kunst und deren Vermittlung - war Ende 2017 mehrere Wochen regelmäßig Thema. In diesem Sinne wurde das Vortrags-Programm von Institutionen wie dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln stellvertretend für viele andere, ähnliche Veranstaltungen detaillierter beworben. 

Da das Feedback auf diese Hinweise und die Besucherzahlen bei den entsprechenden Beiträgen mehr als erfreulich sind, führen wir die Reihe fort. Der ursprüngliche Gedanke für die Konzentration auf diese Bildungsangebote war die Diskrepanz zwischen dem kaum überschaubaren Angebot und den kaum vorhandenen Werbemaßnahmen für die Formate (kultureller) Bildung.

Oft werden die durchaus spannenden Vorträge - z.B. über Fake-News, über De-Kolonialisierung, Kunstpädagogik, Performance in der klassischen Musik etc. - über spezifische Besuchergruppen hinaus - a.k.a. Studierende - kaum wahrgenommen. Wir finden das schade und daher folgen hier nun die Informationen des Instituts für Kunst & Kunsttheorie zum kommenden Vortrag von Vortrag von Rena Onat: Queer of Color Perspektiven in der Kunst. Institutionenkritik – Selbstrepräsentation – Empowerment:

''Queer of Color Perspektiven sind nach wie vor unterrepräsentiert sowohl in der zeitgenössischen Kunstszene als auch im (kunst-)wissenschaftlichen Diskurs in Deutschland. Wie lassen sich sowohl Kunst- und Medienwissenschaft als auch pädagogische Ansätze weiter entwickeln, wenn Wissensproduktion und Perspektiven von queeren Künstler_innen of color zentriert und ernstgenommen werden? 

In dem Vortrag werden zunächst mittels konkreter Beispiele einige der Ausschlussmechanismen von Queer of Color-/People of Color- und Schwarzen Perspektiven erörtert, wie sie im Kunst, Kultur- und Wissenschaftsbetrieb wirksam sind. 

Zugleich wird die Relevanz dieser Perspektiven für eine rassismuskritische und queerfeministische Kunst- und Medienwissenschaft und künstlerische Praxis aufgezeigt. Anhand von künstlerischen Arbeiten von Hasan Aksaygın, Raju Rage und Sunanda Mesquita werden zudem beispielhaft künstlerische Strategien der Selbstrepräsentation und Artikulation von Queer/Trans* of Color verdeutlicht.''

Hintergrund 

Rena Onat ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin und arbeitet an ihrer Doktorarbeit zum Thema „Strategien des Widerstands, Empowerments und Überlebens in den Arbeiten queerer Künstler_innen of color im deutschen Kontext.“ 

Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Medienwissenschaften an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK). Von 2013-2016 war sie Doktorandin im Helene-Lange-Kolleg Queer Studies und Intermedialität: Kunst – Musik – Medienkultur an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. 

Rena Onats Forschungsinteressen liegen an den Schnittstellen von visueller Kulturwissenschaft und Medienkulturwissenschaft mit Queer Theory, postkolonialen und rassismuskritischen Theorien. Sie hat außerdem als freiberufliche Kunstpädagogin u.a. in der kestnergesellschaft hannover e.V. gearbeitet.


Service / Links 

Rena Onat über Queer of Color Perspektiven in der Kunst. Institutionenkritik – Selbstrepräsentation – Empowerment,
Montag - 15.1. - 16 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie - Block A -
Gebäude 216 - Hörsaal H 122 (216/02/2.116) - Gronewaldstraße 2 - Köln

www.kunst.uni-koeln.de
www.www.medialogy.de

www.sublima.cologne/sublima17
mehr Informationen über Rena Onat liefert die Uni Oldenburg, hier

Montag, 8. Januar 2018

VIDEO BOX: Trini Trimpop - Punk all Areas, 11. Januar - 19 Uhr

Mit diesem Motiv wirbt das imai für die kommende Veranstaltung 'VIDEO BOX: Trini Trimpop - Punk all Areas'. © Muscha & Trini Trimpop, Düsseldorf 1981 © ar/gee gleim

Videokunst ist ein recht junges Phänomen. In die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts verorten viele Experten seine Ursprünge. Die documenta 8, die zweite von Manfred Schneckenburger (auf den letzten Drücker) kuratierte, weil Harald Szeemann und Edy de Wilde ihre inhaltlichen Differenzen nicht überwinden konnten, gilt vielen als Video-documenta.

Das war 1982 und zumindest in (documenta-)Kassel war Videokunst zuvor noch nie so prominent vertreten. Im Sinne der im November des letzten Jahres begonnenen Reihe über die vielen nicht bekannten Veranstaltungen kleiner Kultur- und Bildungsinstitutionen, widmen wir uns heute einem Institut in Düsseldorf.

Denn dort widmet sich eine Institution - die Stiftung imai - schon seit einigen Jahren intensiv der Medienkunst, genauer gesagt, der Videokunst. Die Stiftung imai – inter media art institute – veranstaltet regelmäßig Videokunstabende, in deren Kontext historisch eudn aktuelle Videoarbeiten gezeigt und anschließen besprochen werden.

Am kommenden Donnerstag konzentriert sich Dr. Jessica Nitsche in ihrem Vortrag 'Trini Trimpop - Punk all Areas' auf den Künstler Trini Trimpop. Für die Veranstaltung wirbt wirbt das Institut wie folgt:

'Trini Trimpop (*1951) gehört zu den wichtigsten Protagonisten des deutschen Punk- und Undergroundfilms. Darüber hinaus war er als Musiker und Manager (Die Toten Hosen), Moderator („Keynote“, Kanal 4) und Autor („Exzess all Areas“, 2011) tätig. Seine beiden Langfilme genießen Kultstatus: „Humanes Töten“ (1980, mit Muscha) war für den Max Ophüls Preis nominiert, „Decoder“ (1984, mit Klaus Maeck, Muscha und Volker Schaefer) hatte neben einer originellen Geschichte eine ebensolche Besetzung zu bieten, darunter William S. Burroughs, Christiane Felscherinow und F.M. Einheit. 


Der Film „Blitzkrieg Bop“ ist ein Düsseldorfer Roadmovie mit Aufnahmen aus dem Ratinger Hof – dem damaligen Epizentrum der dortigen Punkszene. Trimpops und Muschas Filme sind Experimente, die mit Grenzüberschreitungen und Tabubrüchen arbeiten. Sie entwerfen eine Gegenästhetik, die visuell an den amerikanischen Undergroundfilm angelehnt ist. Der Sound des Punk ist darin nicht zu überhören. 

Gezeigt werden die folgenden Arbeiten:
Trini Trimpop/Muscha: Blitzkrieg-Bop (1977), 26:27 Min.
Trini Trimpop/Muscha: Suicide (1978), 08:24 Min.
Trini Trimpop/Muscha: Mirakel Wip (1979), 08:09 Min.
Trini Trimpop: Die Schlacht an der Hasenheide (1981), 05:07 Min.


Kuratiert von Dr. Jessica Nitsche'

Hintergrund
imai – inter media art   

Die Stiftung imai – inter media art institute besteht seit 2006. Sie wurde gegründet, um in Deutschland eine Institution zu etablieren, die sich dem Vertrieb, der Erhaltung und der Vermittlung von Medienkunst widmet. Auf Initiative der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Kölner Medienkunstagentur 235 Media wurde die Stiftung ins Leben gerufen. Mit nachhaltiger Unterstützung der Kunststiftung NRW und der Kulturstiftung der Länder sowie in Kooperation mit dem NRW-Forum und der Stiftung Museum Kunstpalast wurden die umfangreiche Videokunst-Sammlung und die dazu gehörige Vertriebsstruktur, die 235 Media seit den 1980er Jahren aufgebaut hat, auf die eigenständige, gemeinnützige Stiftung imai übertragen.

Archiv 

Das Archiv des imai umfasst rund 3.000 künstlerisch und dokumentarisch wertvolle Werke, die einen weitgefassten Überblick über die Entwicklung der Videokunst geben: von ihrer Pionierzeit in den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Auf Anfrage ist der Archivbestand zugänglich für Recherchen und wissenschaftliche Arbeiten: Kuratoren, Dozenten, Studierende und alle Interessierten sind eingeladen, den umfangreichen Bestand an Kunstvideos für wissenschaftliche Zwecke zu nutzen.

Online-Archiv 

Das Online-Videoarchiv umfasst annähernd 1.300 Videos, die in voller Länge abgespielt werden können. Es stellt ein fundiertes Informations- und Rechercheinstrument über die Entwicklung der Videokunst von den 1960er Jahren bis heute dar und bietet Wissenschaftlern, Studierenden und alle Interessierten einen beachtlichen Fundus an kunsthistorisch bedeutsamen, audiovisuellen Kunstwerken und Dokumentationen.

Vertrieb 

Das Vertriebsprogramm zählt zu den wesentlichen Aufgabenbereichen der Stiftung imai, um VideokünstlerInnen und ihre audiovisuellen Werke zu fördern und nachhaltig in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. Über den imai-Vertrieb können deshalb annähernd 1.500 audiovisuelle Werke von über 120 internationalen Künstlerinnen und Künstlern ausgeliehen und angekauft werden.

Erhaltung und Vermittlung 

Die Erhaltung von Medienkunst in der Zukunft sicherzustellen, ist eine Herausforderung für alle Institutionen, die diese Kunstform sammeln. Die Stiftung imai beteiligt sich mit eigenen Studien, mit Worksshops, Symposien und Veröffentlichungen an der Diskussion und Weiterentwicklung von Lösungsansätzen bei der Konservierung und Restaurierungen von Medienkunst. Die Vermittlung von Medienkunst findet durch regelmäßige Vorträge, Screenings und Ausstellungen der Stiftung imai statt.


Service Links
VIDEO BOX – Über Blicke 5.3:   
Trini Trimpop - Punk all Areas

Donnerstag 11. Januar - 19 Uhr - Haus der Universität 
imai @ Haus der Universität - Schadowplatz 14 - 40212 Düsseldorf

Vortrag von Dr. Jessica Nitsche & Gespräch mit Trini Trimpop
Eintritt frei

www.stiftung-imai.de

Dienstag, 2. Januar 2018

Münster: Dorthe Goeden - SAME SAME but different - noch bis zum 20. Januar

Das Bild zeigt das Cover der aktuellen Publikation 'Wildwuchs und Ordnung' der Künstlerin Dorthe Goeden. © Dorthe Goeden, VG Bildkunst / Thorsten Arendt / Toni Becker-Glajcar

Auch außerhalb des Super-Kunstjahres passiert was in Münster. Aktuell zeigt die dst.Galerie in einer Gruppenausstellung Werke der Künstlerin Dorthe Goeden, die wir seit vielen Jahren begleiten. Goeden ist 2017 ein weiterer Coup gelungen: Das Land Rheinland-Pfalz entschied sich für ihr Konzept für ein umfangreiches Kunst-am-Bau-Projekt.

Es ist der zweite derartige Auftrag für Dorthe Goeden. Wer die Werke der Künstlerin außerhalb von traditionellen Ausstellungsräumen erleben will, kann dies nun in zwei Institutionen in Rheinland-Pfalz tun. Das Bundesland hat sich mit seiner klaren Kunst-am-Bau-Strategie und der beachtenswerten Datenbank für diese vielen kaum bekannte Kunstsparte zum Vorbild in der Bundesrepublik entwickelt.

Darüber haben wir bereits Anfang des Jahres 2017 berichtet und verweisen daher nur auf den Link zu diesem Artikel weiter unten. Hier folgen nun ein paar Zeilen aus der aktuellen Publikation der Künstlerin Dorthe Goeden über ihr spannendes Kunst-am-Bau-Projekt:
 
Ein vielschichtiger Prozess

Die ‚Wildwuchs und Ordnung‘ genannte Auftragsarbeit von Dorthe Goeden, die sie für den Kunst am Bau-Wettbewerb des Landes Rheinlandpfalz entwarf und für die sie den Zuschlag erhielt, ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie zeitgenössische Kunst moderne Architektur dauerhaft bespielen kann.

Die für den Neubau eines Justizgebäudes in Bad Kreuznach konzipierte, 8-teilige Arbeit besteht aus 11 verschiedenen, graphischen Bruchstücken, die Goeden zu neuen, wandfüllenden Collagen kombinierte. Bei den zunächst monochrom anmutenden, schwarzen Plastiken handelt es sich um aufwändig produzierte Laserschnitte aus 2 Millimeter dünnem Stahlblech.

Mit diesen großformatigen, auf den ersten Blick abstrakt wirkenden Werken bespielt die Künstlerin bewusst nur transitorische Bereiche des Gebäudes. Sie nutzt vor allem Flurbereiche und andere von starkem, natürlichem Lichteinfall gekennzeichnete Zwischenräume und ergänzt die vorhandene, schlichte, weil von klaren geometrischen Strukturen charakterisierte Architektur, ohne sie dabei zu verändern.

Harmonie


In der griechischen Philosophie meint der heute weitläufig verwendete Begriff der Harmonie die Vereinigung von Entgegengesetztem zu einem (höheren) Ganzen. In genau diesem Sinne gelingt es Dorthe Goeden, mit ihren Arbeiten einen produktiven Kontrast zur klaren Handschrift des Architekten zu setzen. Architektur und Kunst befruchten sich, schaffen gemeinsam ein ästhetisches Erlebnis. 
 

(...)

Der komplette Text wird in Kürze auch über die Kunsttexte-Datenbank ART-Dok der Universität Heidelberg abrufbar sein. Viel schöner als das PDF ist aber natürlich die Publikation, die zu einem fairen Preis zu erwerben ist (siehe unten).      

Das Foto zeigt die aktuelle Publikation 'Wildwuchs und Ordnung' der Künstlerin Dorthe Goeden. © Dorthe Goeden, VG Bildkunst / Thorsten Arendt / Toni Becker-Glajcar

Service / Links
Dorthe Goeden in der Gruppenausstellung 'SAME SAME – but different'
noch bis zum 20. Januar
dst.galerie - Hafentrasse 21 - Münster

Hier folgen Informationen über die Publikation 'Wildwuchs und Ordnung' zum aktuellen Kunst-am-Bau-Projekt von Dorthe Goeden für das neue Justizzentrum Bad Kreuznach:

Wildwuchs und Ordnung
32 Seiten, Format: 22 x 31 cm, Textbeitrag: Dr. Gerd Mörsch, Fotografien: Thorsten Arendt, Gestaltung: Toni Becker-Glajcar, Herstellung: Druckerei Kettler
Preis: 10 € (zzgl. Porto)
Bestellung per E-Mail unter www.dorthegoeden.de/kataloge

- die Website der Künstlerin Dorthe Goeden, hier
- die Website der Münsteraner dst.Galerie, hier 

- die neuen Kunst-am-Bau-Arbeiten von Dorthe Goeden auf der Website der Datenbank des Landes Rheinland-Pfalz für Kunst am Bau, hier
- kunstlich über die Ausstellung von Dorthe Goeden in Wesel (672017), hier
- kunstlich über die Kunst-am-Bau-Datenbank (1/2017), hier
- Texte über Dorthe Goeden bei ART-Dok, hier 

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Ohren auf! SOIRÉE SONIQUE mit Leonie Reineke, Adrian Wellmann/Andreas Bausch, Florian Walter und Wolfram Lakaszus - Köln - 27.12. - 18:30

© LTK4 / Rochus Aust

Wir haben an dieser Stelle bereits mehrfach über den Neustart in der Lutherkirche, genauer gesagt im Turm der Kirche in der Kölner Südtadt, berichtet. Im September startete das neue Kuratorium mit einer Reihe von klangbasierten Kunstveranstaltungen.

Es ist sicher eine sinnvolle Erweiterung der Kölner Kulturlandschaft, wenn sich ein Raum ganz auf ein Genre, die Klangkunst konzentriert. Und dies nicht nur, weil die Domstadt einen weltbekannten Namen für Klangexperimente hat und der Lutherkirchen-Turm sich für solche einfach hervorragend eignet... 

Überzeugen Sie sich selbst, erkunden Sie einen einmaligen und kaum bekannten  Kunstraum in der Kölner Südstadt. Hier folgen nun ein paar Informationen zum akustischen Weihnachtsgeschenk des LTK4 im Rahmen des inzwischen etablierten Soirée Sonique-Reihe:  

SOIRÉE SONIQUE am 3. Weihnachtstag mit Leonie Reineke/Essen (Rundfunkautorin mit Schwerpunkt Zeitgenössische Musik) und Adrian Wellmann/Andreas Bausch/Köln (Plan B) und Florian Walter/Essen (Hechtyphon 1.0) und Wolfram Lakaszus/Bochum (Rottstr5-Kunsthallen).
 

Nach dem musikalischen Auftakt wird die Ausstellung PLATTENSAMMLUNG - Drehbare Klangbasierte Künste eröffnet: Installationen, Kompositionen, Klänge und Videos
von Adrian Wellmann/Andreas Bausch, Hubert Steins, Sanne L. Vehling und Florian Zwissler.

Service / Links 

SOIRÉE SONIQUE mit Leonie Reineke, Adrian Wellmann/Andreas Bausch, Florian Walter und Wolfram Lakaszus
Mi - 27. Dezember - 18:30
LTK4 im Lutherturm - Martin-Luther-Platz 2-4 - Köln
Öffnungszeiten der Ausstellung nach Vereinbarung unter 0172 4298487

Kommende Veranstaltungen
Mittwoch 31.01.2018 · 18.30h Frank Dommert, Hubert Steins und Florian Zwissler
Mittwoch 28.02.2018 · 18.30h Han Halewijn, Niklas Seidl und Daniel Verasson
Mittwoch 28.03.2018 · 18.30h Simon Rummel

www.LTK4.de



© LTK4 / Rochus Aust

Montag, 18. Dezember 2017

Vortrag: Jane Eschment & Gesa Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation. Köln - 17.1. - 18 Uhr

Mit diesem Bild wirbt das Institut für Kunst & Kunsttheorie für den Vortrag von Jane Eschment & Gesa Krebber. Da es keine Urheberrechtshinweise gibt, spekulieren wir darüber wie folgt und bitten die Rechteinhabenden um Verständnis und Hinweise - Danke © Jane Eschment / Gesa Krebber / Institut für Kunst und Kunsttheorie / Universität zu Köln

Das Angebot von Bildungsinstitutionen - natürlich mit dem Fokus auf Kunst und deren Vermittlung - ist seit November an dieser Stelle regelmäßig Thema. In diesem Sinne wird das Vortrags-Programm von Institutionen wie dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln stellvertretend für viele andere, ähnliche Veranstaltungen detaillierter beworben. 

Denn über spezifische Besuchergruppen hinaus - a.k.a. Studierende - wird das vielseitige Vortrags-Programm kaum wahrgenommen. Hier folgen Informationen des Instituts für Kunst & Kunsttheorie zum Vortrag von Jane Eschment und Gesa Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation.

'Schüler*innen sind mit ihren gelebten (Lern-)Erfahrungen Alltagsexpert*innen für Fragen von Schul- und Unterrichtsentwicklung. Ihre Perspektiven sollten in Entwicklungsprozessen besonders Beachtung finden: Es gibt wohl keine bessere Evaluation von Lernsituationen in Schulen als die Erfahrungen der lernenden Personen selbst.

Konkret bedeutet dies für die Schule Schüler*innenpartizipation in Unterrichts- und Schulentwicklungsprozessen zu stärken. Die rechtliche Grundlage ist im Artikel 12 der Kinderrechtskonvention verankert: Partizipation betrifft alle Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen und muss dementsprechend auch im Bildungskontext verwirklicht werden. 


Die Forderung nach Beteiligung stellt uns vor Herausforderungen. Aus kunstpädagogischer Perspektive stellt sich für den Kunstunterricht die Frage, wie Partizipation hier auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt und gestaltet werden kann.

Welche Räume und Strukturen können in der Kollaboration zwischen Universität und Schule geschaffen werden, sodass Schüler*innen ihre Expertise in die Entwicklung von innovativen Ideen für Kunstunterricht einbringen können? Mit dem Saloonformat DIY #kunstunterricht bieten Jane Eschment und Gesa Krebber einen interaktiven Vortrag zur Einführung in das Themenfeld von Partizipation, Kunstunterricht und Schulentwicklung.

Hintergrund

Jane Eschment lehrt am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln im Lernbereich Ästhetische Erziehung und in der Kunstdidaktik. Sie studierte Sonderpädagogik, Kunst und Deutsch in Köln und arbeitete parallel als Pädagogin in Projekten queerfeministischer Mädchen*arbeit. Von 2013 bis 2015 war sie an einer Förderschule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Emotionale Soziale Entwicklung tätig. Derzeit macht sie in eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Theaterpädagogin. 

Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen an institutionellen, disziplinären und räumlichen Schnittstellen der Ästhetischen Bildung: in einer performativen Praxis, zwischen Theater und Schule,  zwischen institutionellen und öffentlichen Räumen, im Feld inklusiver Schulentwicklung und Vernetzung. In ihrer Lehre bietet sie Praxisseminare in den Bereichen Theater, Performance und Intervention im Kontext aktueller Medienkultur an. 

Darüber hinaus betreut sie die Praxissemesterstudierenden im Lernbereich Ästhetische Erziehung und begleitet die Entwicklung von Studienprojekten. Ihr Schwerpunkt liegt hier auf einer qualitativen Forschungsperspektive, auf Ansätzen von Aktionsforschung, Ästhetischer Forschung und Künstlerischer Intervention.

Gesa Krebber lehrt am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln im Bereich der Kunstdidaktik. Sie studierte Kunstpädagogik/Visuelle Kommunikation und Deutsch für das Lehramt an Gymnasien an der Kunsthochschule Kassel und der Universität Kassel. Ihr Studium der Freien Kunst absolvierte sie an der Kunsthochschule Kassel in den Klassen von Urs Lüthi und Dorothee von Windheim. 


Bereits im Studium sammelte sie Erfahrungen in künstlerischer Zusammenarbeit und kuratorischen Tätigkeiten, z.B. mit dem büro für strukturen und öffentlichkeit und dem Projekt- und Ausstellungsraum stellwerk im Kulturbahnhof Kassel. Innerhalb ihres Referendariats verwirklichte sie das Projekt schweitzer box am Albert-Schweitzer-Gymnasium Leonberg (BaWü), ein Kollaborationsprojekt mit Schüler_innen, Künstler_innen und regionalen Kunstinstitutionen. 

Als Lehrerin für Kunst und Deutsch war sie ab 2007 in Nordrhein-Westfalen tätig, u.a. an der Königin-Luise-Schule in Köln. Sie promoviert am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität zu Köln zu Kollaboration in der Kunst und Perspektiven der künstlerischen Kollaboration für die Kunstpädagogik. 2011 erhielt sie für ihr Promotionsvorhaben das Stipendium der Kölner Graduiertenschule Fachdidaktik. 

Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf Strategien aktueller Kollaboration in Kunst und Kunstpädagogik. Maßgeblich ist sie in der Betreuung der Praxissemesterstudierenden im Fach Kunst tätig und berät diese im Hinblick auf deren Forschungsvorhaben im Kunstunterricht. Hier liegen ihre Schwerpunkte auf qualitativen Forschungsstrategien, vorwiegend der Ästhetischen Forschung, der Künstlerischen Intervention, der Aktionsforschung sowie der Situationsanalyse.'

Service / Links 

Jane Eschment / Gesa Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation.
Mittwoch - 17.1. - 18 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie - Block B - R 2.212 - Gronewaldstraße 2 - Köln

www: http://kunst.uni-koeln.de
www: http://www.medialogy.de

Freitag, 15. Dezember 2017

Ulrich Schötker über Kunstpädagogik, Schul- und Schulentwicklungstheorie - Vortrag - Köln - 10. Januar

Mit diesem Bild wirbt das Institut für Kunst &;Kunsttheorie für den Vortrag von Ulrich Schötker über Kunstpädagogik, Schul- und Schulentwicklungstheorie. © Esther Pilkinton

Das umfangreiche Angebot von Bildungsinstitutionen wie Universitäten - Vorträge oder Diskussion - wird aufgrund der sehr begrenzten Werbemaßnahmen für solche Veranstaltungen kaum außerhalb der Institutionen wahrgenommen.  
 
In diesem Sinne ist das spannende Vortrags-Programm von Institutionen wie dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln
stellvertretend für viele andere, ähnliche Veranstaltungen seit November regelmäßig Thema und wird detaillierter beworben. Denn über spezifische Besuchergruppen hinaus - a.k.a. Studierende - wird das vielseitige Vortrags-Programm kaum wahrgenommen.

Hier folgen Informationen des Instituts für Kunst & Kunsttheorie zum Vortrag von Ulrich Schötker über Kunstpädagogik,
Schul- und Schulentwicklungstheorie:

 'Wenn die an Schule beteiligten Personen davon ausgehen, dass Schulen nicht einfach sind, sondern Entwicklungen unterliegen, diese zunehmend als autonome Institutionen agieren und Irritationen der Gesellschaft – neue Medien, transkulturelles Arbeiten, Inklusion, oder Schulbau – eine Neubestimmung ermöglichen, sind sie auch adressiert, ihre Schule aktiv zu gestalten. 

Aus kunstpädagogischer Perspektive betrachtet zeigt sich ein spannendes Arbeitsfeld, das mehr ist als Kunst unterrichten. Anhand konkreter Beispiele aus Unterricht, Schulkultur und kulturinstitutioneller Zusammenarbeit werden Projekte, Prozesse und Interventionen aufgezeigt, die an der Erich-Kästner-Schule in Hamburg umgesetzt wurden, mit der Schulentwicklung verzahnt sind und sich auf die gemeinschaftlich wahrgenommene Schulkultur auswirken.'

Hintergrund 

Ulrich Schötker, Kunstpädagoge & Kunstvermittler, Oberstudienrat an der Erich-Kästner-Schule in Hamburg seit 2008, seit 2009 Kulturbeauftragter der EKS, Fachleitung Kunst an der EKS, Teilnahme am Pilotjahrgang für die Einführung eines neuen Lernkonzepts sowie Tutor an der EKS 2008-2014, Projektzusammenarbeit mit „Kulturagenten für kreative Schulen“ an der EKS, Hamburg 2011-2017; BMBF-Projekt „Mobile Welten / Die Migration der Dinge in transkulturellen Gesellschaften“, Start Okt. 2015 (u.a. zusammen mit dem Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg und dem Johann Jacobs Museum, Zürich); verschiedenste Tätigkeiten im Bereich der Kunst- und Kulturvermittlung (u.a. Liquidación Total, Madrid 2002-2008); Ausstellung und Tagung WALDEN #3, Rathausgalerie München, 2009 und Kunsthaus Dresden, 2006, Leitung der Abteilung Vermittlung auf der documenta 12, 2007, Mitarbeit und Konzept für die Vermittlung der Busan Biennale, 2012, Busan, Südkorea.

Service / Links 

Ulrich Schötker - Schultheorie, Schulentwicklungstheorie und Kunstpädagogik
Mittwoch - 10.1.- 16 Uhr
Institut für Kunst und Kunsttheorie - Block B - R 2.212 - Gronewaldstraße 2 - Köln

Kommende Veranstaltungen
17.01.2018, 18:00 Jane Eschment, Gesa Krebber: DIY #kunstunterricht – SchülerInnenpartizipation. (Saloon Arts Education)

www: http://kunst.uni-koeln.de
www: http://www.medialogy.de