Mittwoch, 14. April 2010
Robert Schad: DER LINIE LANG, leichtfüßige Schwergewichte im mönchehaus museum goslar
Das mönchehaus zeigt zahlreiche Skulpturen des 1953 geborenen Robert Schad und darüber hinaus einige Zeichnungen des Künstlers. Alle Skulpturen sind aus 4,5 x 4,5 cm breitem Vierkantstahl gefertigt und erreichen Größen von über 4 Metern. Diese Größe und räumliche Ausdehnung macht den Betrachter vergessen, wie massiv, gewichtig und starr diese Skulpturen eigentlich sind.
Dieser Gegensatz ist es, der die Anziehungskraft dieser Werke ausmacht. Auch die Präsentation im mönchehaus - einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert mit knarzenden, dem Gewicht des Besuchers nachgebenden, Holzbohlen - unterstützt diese Gegensätzlichkeit. Man fragt sich unweigerlich, ob das alte Gebäude diese schwere Last überhaupt tragen kann und gleichzeitig sind diese "Zeichnungen im Raum" so scheinbar federleicht, dass sie praktisch schweben.
Stählerne Harmonie
Wer würde erwarten, dass eine Wolke einige Tonnen wiegen kann - bei den Skulpturen Schads ist es ähnlich, scheinbar auf Zehenspitzen gleiten die abstrakten Skulpturen durch den Raum, wirken wie bewegliche Objekte, die kurz verharren um anschließend, wenn der Betrachter nicht schaut, ihre Form zu verändern.
Hintergrund:
Matinee-Vortrag von Frau G. Lohr-Kapfer und Manfred Frick
Service:
noch bis 25. April
Öffnungszeiten:
Di - So: 10 - 17 Uhr
mönchehaus museum goslar
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen