Dienstag, 7. Juni 2016

Wien: Oswald Oberhuber - Retrospektive - noch bis zum 26. Juni


In Wien widmet sich das 21er Haus einem, dessen Kredo im Sinne des ständigen Wandels die Stillosigkeit ist. Die Oswald Oberhuber Retrospektive zeigt, dass es sich hierbei nicht um schlechten Geschmack bzw. die Verweigerung des vermeintlichen guten handelt. 

Ich denke niemals an eine künstlerische Entwicklung - Diesem Motto entsprechend ist Oberhubers Schaffen ist wahrhaft vielseitig, die Ausstellung ermöglicht ein Wandern durch die (westliche) Kunstgeschichte nach 1945.

Für die gelungene Inszenierung der mit 300 Werken recht umfangeichen Retrospektive ist auch die nach einer Zeichnung Oberhubers entstandene Ausstellungsarchitektur verantwortlich. Sie fügt sich stimmig in die wunderbare 1950er Architektur des 21er Hauses, weil sie sich an deren Leichtigkeit, Klar- und Schlichtheit orientiert.

Picasso, Masson und Ernst...

Leider durften wir uns nicht auf den Sockel begeben, der es uns - laut Oberhuber - erlaubt hätte, dass Führergefühl zu erleben, schade eigentlich. In seinem sympathischen bescheidenen Vortrag 'Die Kunst kommt von der Kunst' nennt Oberhuber drei Künstler, die ihn in seinen jungen Jahren wesentlich beeinflussten: Picasso, vor allem dessen plastisches Werk, Masson, weil dieser so experimentell arbeite, und Max Ernst - eben nicht Pollock - mit seinen Spritztechniken seien für ihn wichtige Impulsgeber gewesen.

In diesem Kontext wollen wir jene Begegnung der beiden Kunstkleckser Ernst und Pollock erwähnen, die von vielen - zuletzt Kasper König in Bonn - kolportiert wird. New York, 1950er Jahre, eine jener legendären Kunstjetset-Parties: Max Ernst und Jackson Pollock begegnen sich in der Nähe des Kamins. Als Ernst Pollock darauf anspricht, dass dessen drippings ja wohl eindeutig von seinen Spritzbildern inspiriert seien, dreht Pollock sich schweigend zum Kamin und uriniert in den Kamin...

Also, auf nach Wien!

Wien ist bekanntlich immer eine Reise wert. Und das nahe am Bahnhof gelegene 21er Haus bietet mit seiner aktuellen Oberhuber Retrospektive jetzt eine wahrlich vielseitige Gelegenheit, in die Nachkriegs-(Kunst-)Geschichte der Alpenrepublik einzusteigen. Und  wie das Presseclipping andeutet, scheint die Werkschau eines der einflussreichsten Künstlerpersöhnlichkeiten Österreichs in Deutschland kaum wahrgenommen zu werden.
.

Zum Schluss der offizielle Pressetext des 21er Hauses:

''Oswald Oberhuber (*1931) zählt zu den einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten Österreichs. Diese Werkschau ist eine der bis dato umfangreichsten Präsentation seines Œuvres und zeigt rund 300 Arbeiten von den späten 1940er-Jahren bis heute, die die Vielfalt der eingesetzten Medien widerspiegeln, darunter Schlüsselwerke aus allen Schaffensperioden: von informeller Plastik, Malerei, Collage, Assemblage und Skulptur über Schrift- und Zahlenbilder, große Tucharbeiten bis zur Zeichnung, die sich als Konstante durch Oberhubers Œuvre zieht.

„Man sollte keinen Stil entwickeln, eigentlich soll jedes Bild neu sein. Du bekommst irgendwann eine Routine und weißt, wie es wird. Sobald ich die gespürt habe, ist mir langweilig geworden.“

 
Diesem Prinzip der permanenten Veränderung ist Oswald Oberhuber nicht nur künstlerisch verschrieben, es prägte auch seine Tätigkeit unter anderem als Ausstellungsmacher, Galerist, Professor und Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien.

Oswald Oberhubers Werk steht für die permanente Veränderung und damit für den radikalen Bruch mit der Idee eines einheitlichen, stilistisch durchgängigen Œuvres – er ist, wenn man so will, ein postmoderner Künstler avant la lettre. Das repräsentiert die Ausstellung in ihrer Vielfältigkeit. „Zugleich“,so die Kuratoren Luisa Ziaja und Alfred Weidinger, „wird in all der Diversität der eingesetzten Stile, Medien, Materialien und Techniken letztlich immer Oswald Oberhuber sichtbar. Sein Umgang mit Form und Farbigkeit, sein Fokus auf die Linie ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk und werden in der Neben- und Gegenüberstellung der Arbeiten in der Ausstellung augenfällig. Die auf einer Idee Oberhubers basierende Ausstellungsarchitektur für das 21er Haus ermöglicht im Zusammenspiel mit den gezeigten Kunstwerken genau dies: überraschende Momente zwischen Neuorientierung und Kontinuität.“

Wegbereiter der informellen Kunst in Österreich


Oswald Oberhuber lernt zunächst Bildhauerei an der Bundesgewerbeschule in Innsbruck. Bereits als knapp Zwanzigjähriger entwickelt er eine höchst eigenständige künstlerische Auseinandersetzung mit französischer Nachkriegskunst, insbesondere mit dem Tachismus und dem Informel, in den Medien Zeichnung, Malerei und Skulptur. Diese gegenstandslose Kunst, auch als lyrische Abstraktion bezeichnet, strebt die vollkommene Auflösung der Form in einem spontanen, unbewussten Schaffensprozess an. Oberhuber ist nicht nur einer der ersten informellen Künstler in Österreich, mit der Übersetzung dieser Prinzipien von der Malerei in sein Konzept der informellen Plastik leistet er auch im internationalen Kontext einen singulären Beitrag. Diese Arbeiten sind meist in Gips, Draht und anderen fragilen Materialien als dreidimensionale Raumzeichnung ausgeführt. Sie setzen sich radikal von der damals kanonischen Formensprache der Moderne im Allgemeinen und von postkubistischer Skulptur im Besonderen ab. Mitte der 1950er-Jahre, am Höhepunkt des Informel, beendet Oberhuber diese Phase, beginnt realistisch zu arbeiten und macht den ersten einer Vielzahl von künstlerischen Sprüngen, die fortan sein Werk bestimmen.

Permanente Veränderung


Diesem Muster des überraschenden Neuanfangs, das von geistiger Mobilität und Aufgeschlossenheit zeugt, folgt Oberhuber mit großer Konsequenz. In Anlehnung an Leo Trotzkis Begriff der permanenten Revolution postuliert er 1956 das Prinzip der permanenten Veränderung in der Kunst. Sich stets einer Festlegung und Kategorisierung entziehend, frei von Berührungsängsten, setzt sich Oberhuber mit verschiedensten künstlerischen Strömungen auseinander, entdeckt und erfindet, experimentiert und assimiliert, um das jeweilige Potenzial auszuschöpfen bis zum nächsten Neuen. Sein antiheroischer Zugang zur Kunst zeigt sich in der ständigen Hinterfragung der eigenen Mittel, der Rahmenbedingungen künstlerischer Bedeutungsproduktion und des Werk- und Autorbegriffs, die immer wieder ins Wanken geraten. ''


Service 

 21er Haus
Arsenalstraße 1
1030 Wien
T +43 1 795 57 770
public@21erhaus.at

Links
- ORF über Oswald Oberhuber im 21er Haus in Wien
- Die Presse über die Oberhuber Retrospektive in Wien
- Der Standard über die Oswald Oberhuber Ausstellung
- Die Salzburger Nachrichten über Oberhuber im Wiener 21er Haus
- Die Kunst entsteht durch die Kunst - Vortrag Oswald Oberhuber 24. April 2016

Mittwoch, 1. Juni 2016

Museum Küppersmühle Duisburg: Lüpertz - Kunst, die im Wege steht - noch bis 12. Juni

© Foto: Dr. Gerd Mörsch, Kunst: Museum Küppersmühle für Moderne Kunst; A.R. Penck; VG Bildkunst

Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst ist eines der größten deutschen Privatmuseen und liegt mitten im wiederbelebten Duisburger Innenhafen.

Neben der von Herzog & de Meuron zum Museum umgebauten Küppersmühle finden sich weitere architektonische Highlights und zahlreiche Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Raum. Der Hafen lädt zum Spazieren, Spielen und Verweilen in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants ein.


Aktuell ist noch bis zum 12. Juni ist die Ausstellung ‚Lüpertz - Kunst, die im Wege steht‘ zu sehen. Und entgegen aller Klischees kann sich Duisburg mit dem Museum Küppersmühle, dem Lehmbruck Museum, dem Museum DKM und der der Cubus Kunsthalle durchaus sehen lassen.

Mehr als 40 Großplastiken umgeben etwa das Lehmbruck Museum im Kant Park. Und auf dem Weg zum Hafen sollte die Brunnenmeile in der Königstraße genutzt werden, um z.B. Niki de Saint Phalles Beitrag zur dieser Meile aus einer anderen Zeit zu sehen. Auch die von Gerhard Richter und Isa Genzken gestaltete U-Bahn-Haltestelle ist einen Abstecher wert.

Service

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst - Innenhafen Duisburg - Philosophenweg 55 - 47051 Duisburg
Tel. 0203 / 30 19 48 -11 office@museum-kueppersmuehle.de

Dienstag, 24. Mai 2016

Begegnungen IV

© Foto: Dr. Gerd Mörsch, Kunst: Kunstsammlung NRW; Max Ernst; VG Bildkunst

Montag, 23. Mai 2016

Teaser: Wien 21er Haus - Rück - Blick: Kinetika 1967 - noch bis zum 28. August

Screenshot der Website des 21er Haus in Wien. Zu sehen ist Martha Botos 'Exaltations lumineux alternées' von 1967 aus einer Privatsammlung in Bad Homburg, Foto: Belvedere, Wien / © Bildrecht Wien 2016


Vorab der Pressetext des 21er Hauses zur Ausstellung  Rück - Blick: Kinetika 1967:

''Lichtspiele, optische Täuschungen und regelrechte Wahrnehmungsmaschinen werden bis 28. August 2016 im 21er Haus gezeigt. Rück – Blick: Kinetika 1967 versammelt 25 Meisterwerke der kinetischen Lichtkunst und Op-Art von u. a. Nicolas Schöffer, Julio Le Parc, Martha Boto, Heinz Mack und Lily Greenham.

Die Ausstellung zeichnet erlebbar nach, wie Technik, Kybernetik und visuelle Forschung in den 1960er-Jahren jenseits der Leinwand Eingang in die Kunst fanden. Als historische Referenz dient Kinetika, die erste internationale Op-Art-Ausstellung in Österreich, die 1967 im Museum des 20. Jahrhunderts, in der Vorgängerinstitution des heutigen 21er Haus, stattfand. Der damalige Direktor, Werner Hofmann, holte Kunstströmungen der internationalen Avantgarde nach Wien, die ihren Ausgangspunkt in der Ratio und nicht im Genius sahen.

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung: Marc Adrian, Antonio Asis, Martha Boto, Gianni Colombo, Toni Costa, Hugo Demarco, Günter Fruhtrunk, Horacio García-Rossi, Karl Gerstner, Gerhard von Graevenitz, Lily Greenham, Richard Kriesche, Julio Le Parc, Heinz Mack, Enzo Mari, Koloman Novak, Hermann J. Painitz, Helga Philipp, Nicolas Schöffer, Ed Sommer, Joël Stein, Jean Tinguely, Gregorio Vardanega, Victor Vasarely, Yvaral (Jean-Pierre Vasarely).''


Service 
 
21er Haus
Arsenalstraße 1
1030 Wien
T +43 1 795 57 770
public@21erhaus.at

Freitag, 20. Mai 2016

Begegnungen III

© Foto: Dr. Gerd Mörsch, Kunst: Kunstsammlung NRW; Max Ernst; VG Bildkunst

Köln Museum Ludwig - Huang Yong Ping - Wolfgang-Hahn-Preis - noch bis zum bis 28. August

Huit Chevaux de Léonard de Vinci déchirant un porte-avions (Acht Pferde von Leonardo da Vinci, die einen Flugzeugträger zerreißen) 2004 © Foto: Gerd Mörsch, Kunst: Museum Ludwig; Huang Yong Ping; VG Bildkunst

Bereits bei der mit großen Anstrengungen verbundenen, weil parallel zum regulären Ausstellungsbetrieb realisierten, Neu-Präsentation der Sammlung des Museums Ludwig, wurde deutlich, dass unter dem neuen Direktor Yilmaz Dziewior die ''globale'' Ausrichtung des Museum Ludwig mehr in den Fokus rücken würde.

Die Skepsis gegenüber dem Eurozentrismus spiegelt sich mehr und mehr im Kunstbetrieb
 
Dazu passt auch das folgende Zitat von der Website des Museums über die Sammlung: ''Weniger bekannt und auch nicht in diesem Umfang im Haus vertreten, aber dennoch für das Profil des Museum Ludwig wichtig, sind die Arbeiten von Künstlern aus Afrika, Asien und Lateinamerika, Xu Bing, Bing Yang, Cai Guo-Qiang, Hague Yang sowie Kyoung Jae Cho, Bodys Isek Kingelez und Georges Adéagbo, um nur einige zu nennen. Diese Ausrichtung wird in der Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.''


Gesagt getan: Wolf­­gang-Hahn-Preis geht an Huang Yong Ping

Anhand der 5 Werke Huang Yong Pings, die das Museum Ludwig in dieser kleinen, aber feinen Ausstellung anlässlich des Wolf­­gang-Hahn-Preises nun im obersten Geschoss rund um das Treppenhaus zeigt, wird deutlich, wie gut der prämierte Künstler in die einleitend erwähnte Fokussierung passt. Von einer Neuausrichtung zu sprechen würde die bereits früh von den Sammlern und später vom Museum erworbenen Werke ausblenden, die nicht von Stars und Sternchen aus der ehemals westlichen (Kunst-)Welt stammen.

Vorab - Fotos und weitere Besprechungen einzelner Werke folgen weiter unten - hier der Pressetext von der Website des Museum Ludwig zur Verleihung des Wolf­­gang-Hahn-Preises an Huang Yong Ping:

''Zum 22. Mal in jähr­lich­er Folge ver­lei­ht die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig den Wolf­­gang-Hahn-Preis. In 2016 wird der 1954 in Chi­­na ge­­borene, seit 1989 in Paris lebende Kün­stler Huang Yong Ping aus­gezeich­net. Seit den 1980er Jahren ar­beit­et er an Frages­tel­lun­­gen von Pol­i­tik ver­­sus Kul­­tur, Uni­ver­sal­ität ver­­sus In­­di­vi­d­u­al­ität und an Sch­nit­t­stellen zwischen chi­ne­­sisch­er und west­­lich­er Kunst.

Über den Kün­stler be­merkt der Gastjuror Do­ryun Chong, Chief Cu­ra­tor am M+ in Hong Kong: „Huang Yong Ping be­gann seine nun­mehr drei Jahrzeh­nte währende Lauf­bahn in den 1980er Jahren in Chi­na. In den 1990er Jahren hat er sie in Eu­ro­pa und später weltweit fort­ge­set­zt und ausgedeh­nt. Er durch­querte viele Län­der und Kul­turen, und auch sein Werk durch­querte eine fan­tastische Vielzahl von Ge­bi­eten und Zeit­en. Sein Œu­vre ist eine einzi­gartige Leis­tung, bekan­nt für seine oft Ehr­furcht ge­bi­e­ten­den Maße, seine er­s­taun­liche Ikono­gra­fie und seine strenge In­tellek­tu­al­ität. Es hat unseren Blick eben­so verän­dert wie uns­er Empfin­d­en dafür, wie wir in Geschichte und Welt ex­istieren“.

Mit dem Preis würdigt die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst das konse­quente kün­st­lerische Schaf­fen des Aus­gezeich­neten und er­wirbt ein Sch­lüs­sel­w­erk zu­gun­sten der Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig. Dies­er Ankauf wird be­gleit­et von ein­er Präsen­ta­tion im Mu­se­um Lud­wig und ein­er Pub­lika­tion.''

Magie im Museum Ludwig: Statt eines fliegenden Teppichs schwebt hier eine herrenlose Säfte (die Palanquin genannte Arbeit von 1997) durch den Raum © Foto: Dr. Gerd Mörsch, Kunst: Museum Ludwig; Huang Yong Ping; VG Bildkunst
Über Immendorfs 'Café Deutschland'-Bildern, scheinbar federleicht schwebt die Säfte (Palanquin genannt) Huang Yong Pings im Obergeschoss des Museums. Der britische Tropenhelm und die mit Schlangenhaut überzogenen Bambusstangen deuten auf die Zeit des Imperialismus, des Kolonialismus. Aber wo ist der mächtige Herrscher, wo sind die Knechte, die ihn auf ihren Schultern tragen?

Das Museum als Schatzkammer und Zeitmaschine

Huang Yong Ping kommentiert diese 1997 Arbeit wie folgt: 'Ein Hut wird einer Person aufgesetzt, während eine Sänfte unter ihr platziert wird. Dinge, die sich auf oder unter einem Mann befunden haben, können die Leerstelle markieren, die er bei seiner Abwesenheit hinterlässt.'


Service

Museum Ludwig - Heinrich-Böll-Platz - 50667 Köln - Telefon +49 221 221 26165 - info@museum-ludwig.de

- WDR-online über den Hahnpreis für Huang Yong Ping
- art-magazin.de: Heinz Peter Schwerfel über Huang Yong Ping in Köln
- Deutschlandfunk: Kathrin Hondl über Huang Yong Ping in Paris
- Nachhören und -lesen: Yilmaz Dziewior über die vor 70 Jahren erfolgte Schenkung der Sammlung Haubrich

Donnerstag, 12. Mai 2016

Begegnungen II

© Foto: Dr. Gerd Mörsch, Kunst: Kunstsammlung NRW; Max Ernst; VG Bildkunst

Eigenartig - Susanne Paesler im Kunstmuseum Bonn

Screenshot Website Kunstmuseum Bonn © Susanne Paesler, Galerie Barbara Weiss, VG Bildkunst

Wer den Weg nach Bonn wagt und sich die kleine Werkschau der 2006 verstorbenen Künstlerin Susanne Paesler anschaut, sollte nicht vorschnell urteilen. Denn nur allzu leicht mag man die meist abstrakten Werke in (Plagiat-)Schubladen packen.

Polke oder Pollock oder Paesler?

Doch wie gestern im Gespräch von Kasper König, Kurator Christoph Schreier und Stephan Berg deutlich wurde, handelt es sich bei den Arbeiten von Susanne Paesler um eine subtile Außenseiter-Position, so wie es auch die Texte im Katalog zur Ausstellung deutlich machen.


Service
Susanne Paesler
noch bis zum 5. Juni 2016

Kunstmuseum Bonn
Museumsmeile
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn

T +49 (0)228 77-6260, F -6220
kunstmuseum@bonn.de
www.kunstmuseum-bonn.de

Donnerstag, 21. April 2016

NARphotos II - Aktueller denn je!

© NAR

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte ...

nochmals aus gegebenem Anlass weisen wir auf das unabhängige Kollektiv türkischer Photojournalisten NAR hin:

http://kunstlich.blogspot.de/2013/08/narphotos-nur-eine-agentur.html

http://www.narphotos.net/

vor allem empfehlen wir die Reportage über den in Istanbul beheimatenten Armenier Yetvart Tomasyan, der hier eindrucksvoll seine persönliche Geschichte erzählt ...

© NAR






Mittwoch, 20. April 2016

Begegnungen I

© Foto: Dr. Gerd Mörsch, Kunst: Kunstsammlung NRW; Max Ernst; VG Bildkunst

Mittwoch, 13. April 2016

© Foto: Dr. Gerd Mörsch, Kunst: Kunstsammlung NRW; Joseph Beuys; VG Bildkunst

PKK XVI: Brühler Schloss - Führung 3/2016

Service: 
www.schlossbruehl.de

Tel.: 02232 44 000
mail(at)schlossbruehl.de

Schloss Augustusburg
Parkplatz Max-Ernst-Allee
50321 Brühl
 

Öffnungszeiten
Di-Fr        9.00 - 12.00 Uhr | 13.30 - 16.00 Uhr (letzter Einlass)
Sa-So & Feiertage    10.00 - 17.00 Uhr (letzter Einlass)

Montag, 11. April 2016

PKK XV: Isa Genzken. Bonn 4/2016




Max Ernst Museum Brühl: M.C. Escher


Pressebild der Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl © M.C. Escher


Genau so eine Ausstellung über die sich viele freuen und genauso viele aufregen. 
Nicht weil sie so polarisierend, kritisch oder ungewöhnlich ist - nein - weil sie eben genau das nicht ist.

Es ist eben eine von diesen gut gemachten schönen Publikumsmagneten, die in letzter Zeit immer häufiger werden, die dem intellektuellen oder ausstellungserfahrenen Publikum zu langweilig oder zu geleckt sind.

Man mag das sehen wie man will, aber Escher ist und bleibt ein äußerst interessanter Künstler, seine technische Versiertheit und seine Detailversessenheit lassen auch den ausgebufftesten Betrachter immer wieder mit dem offenen Mund vor seinen Werken steht und gemeinsam mit dem Betrachter neben ihm rätseln: "wie hat er das hinbekommen?"
Das ist ausreichende Berechtigung, diese Ausstellung zu machen - die technischen Spielereien Escher mit 3D-Effekten ins Jahr 2016 zu holen kann man für überflüssigen Schnickschnack halten, die Kinder Jugendlichen hat es gefreut - und die sollen ja in Zukunft ins Museum gehen.

Service und Links:

Max Ernst Museum Brühl
M.C. Escher
21. Februar bis 22. Mai 2016
Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 11-18 Uhr
Sonderöffnungszeiten 23.4. - 22.5.2016:
Samstag und Sonntag 10-19 Uhr
Eintrittspreise:
Erwacheene 7 € / 4 €
Während Wechselausstellungen 8,50 € / 5 €ag - Sonntag 11-18 Uhr

PS: Es existiert auch ein Kombiticket mit dem Brühler Schloss - scheinbar nur bedingt zu empfehlen, siehe folgende Postkartenkritik



Donnerstag, 26. März 2015

Dorthe Goeden: An diesem Ort, möglicherweise - Ausstellung in Emsdetten

Die Emsdettener Ausstellungsräume scheinen wie für die Arbeiten von Goeden geschaffen. Ein Blick in die aktuelle Ausstellung © Dorthe Goeden, VG Bildkunst
kunstlich.com begleitet das Werk der Künstlerin Dorthe Goeden seit geraumer Zeit, daher dieser Hinweis auf eine große Einzelausstellung der Künstlerin, die wie folgt beworben wird:

'Der Emsdettener Kunstverein zeigt noch bis zum 12. April 2015 die Ausstellung "An diesem Ort, möglicherweise" mit Papierschnitten und Zeichnungen der Künstlerin Dorthe Goeden. In der Ausstellung werden großformatige Papierschnitte, eine raumgreifende Papierinstallation und verschiedene Zeichnungen zu sehen sein.

Papier und Linie - diese beiden Komponenten faszinieren die Künstlerin, gezeichnet wie geschnitten, groß- wie kleinformatig. Dorthe Goeden konzipiert ihre Arbeiten konsequent aus der Linie. Die Arbeiten werden mit dem Skalpell aus dem Papier geschnitten. Mit der Montage der Papierschnitte erzielt die Künstlerin eine Dreidimensionalität, die das Papier von seiner reinen Funktion als Bildträger befreit. Das beschnittene Papier selbst ist das Gestaltungsmittel, das seine Wirkung erst im Raumkontext als Installation entfaltet.

Eine zeichnerische Sammlung an Fund- und Erinnerungsstücken liefert das Material dafür. Fragmente werden kombiniert und so entstehen Kompositionen, bei denen Orte, Innenräume und die Abgrenzung nach Außen als gedankliches Konzept vorhanden sind. Die Papierschnitte sind Symbiosen von figurativen und ornamental-abstrakten, der Natur entlehnten Motiven. Die Künstlerin beschäftigen Wahrnehmungs- und Erinnerungsprozesse und die Frage, ob das Gefühl von Vergänglichkeit an bestimmte Orte oder Dinge gebunden ist.'


Quelle: Emsdettener Kunstverein

© Dorthe Goeden, VG Bildkunst
Service und Links:
Dorthe Goeden
An diesem Ort, möglicherweise 

noch bis zum 12. April 2015
Friedrichstraße 3
48282 Emsdetten