Dienstag, 8. April 2014
Mittwoch, 5. Februar 2014
Süßer Köder: Andreas Slominski in Bremen
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| © Andreas Slominski, Plakatmotiv zur Ausstellung in der Kunsthalle Bremen 2014 |
Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine Dauerleihgabe aus der Sammlung Bärbel und Manfred Holtfrerich, die seit 1986 kontinuierlich Arbeiten des Künstlers erworben. Sie umfasst Objekte und Skulpturen, kleinformatig leinformatige Editionen Fotografien und Bilder aus verschiedensten Werkphasen des Künstlers.
Von Finten und Fanganlagen
''Neben Tierfallen, die als ein Leitmotiv im Schaffen von Andreas Slominski begriffen werden können, zeigt die Ausstellung eine Vielzahl an Werken, die bewusst umständlich zustande gekommen sind'' schreibt art-in-de. Und auf jenen Fallenaspekt - u.a. im Werk Slominskis - wurde von kunstlich.com bereits hingewiesen, 2010, an dieser Stelle.
über Fallschirmlandepunkte und Dachziegelwaschanlagen
Der schelmische Eulenspiegel Slominski produziert Kunstwerke wie das 'Wiener Beinschwarz', das aus Oberschenkelknochen eines Lipizzaner-Pferdes hergestellt wurde. Der Schelm versteckt Skier in Regenrinnen und fragt den Besucher nach ihnen - where are the skis? Fladenbrot formt er mit Hilfe von Fußballschuhen und Wassereimer, die er von Handwerkern über komplexe Umwege und Leitungen mit Wasser füllt, das auf diesen Wegen durch die Räume der Kunstinstitutionen fließt, positioniert Slominski besonders gerne in Bibliotheken.
zu Astgabelofen und Parkparkplätze
Ganz zu Schweigen von den musealen Wänden, die Slominski aufschlagen ließ, so dass er in einer unscheinbaren, besser unglaublichen Performance eine handelsübliche Leiter horizontal in den Austellungsraum tragen konnte, nur um sie dann wieder fachmännisch für die Ausstellung jener, jetzt aber schlicht auf dem Boden liegenden Leiter, zu schließen.
Dass Slominski diese Leiter selbst, kurz nach dem - rituellen oder doch nur ironischen? - aufwendigen Transport und Positionieren das Objekt wieder - jetzt aber wie üblich hochkant, also ohne Aufwand - aus dem Raum heraus trägt und dem Besucher somit dann einen leeren Raum präsentiert, soll auch schon mal vorgekommen sein...
wie Spiegelneuronen und Bierfallen
Aktionen wie diese haben einen Neologismus hervorgebracht: Slominskiesque, „this particular absurdity [...] has generated the term ,Slominskiesque’ to describe objects or events that carry along a same form of nonsense“, schrieb Jens Hoffmann 2003.
Slapstick-Philosophie
art-in-de beschreibt den Künstler wie folgt: ''Die Werke Slominskis erkunden auf immer wieder überraschende Art soziale, historische und gesellschaftliche Zusammenhänge und Machtverhältnisse, darunter eine Welt verschwenderischer Warenfertigung und zu überdenkender Pseudoaktivitäten.''
Service:
Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
28195 Bremen
- Anette Schneider für Deutschlandradio Kultur über Slominski
- Radek Krolczy für taz.de über die Bremer Ausstellung
- art-in-de über die aktuelle Austellung
- Slominski at Deutsche Guggenheim 1996 in Berlin
- faz.net über den Künstler 2009
- kunsttexte.de über eine Kampfhundfalle
Donnerstag, 12. Dezember 2013
Montag, 25. November 2013
Mittwoch, 20. November 2013
Ungehobene Schätze entdecken - Theaterwissenschaftliche Sammlung - Schloss Wahn Köln
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| Einer der unzähligen Schätze im Schloss Wahn: Hannah Rowina als Lea in "Der Dybuk", Berlin 1926 (Ausschnitt) © Theaterwissenschaftliche Sammlung |
Stoff für die Geschichte des Schauspielerportraits
Die Schätze gliedern sich u.a. in die folgenden Sammlungsbereiche: Autographen, Figuren / Masken, Fotografien, Gemälde, Grafiken / Bühnenmodelle, Musikalia, Programmhefte / Kritiken und ominöse Sondersammlungen.
Ein Schatz im Schloss
Ein Besuch lohnt allein das herrliche Schloss, das mit der S-Bahn vom Kölner Hauptbahnhof übrigens in wenigen Minuten erreicht ist. Daher folgend hier noch noch ein wenig Hintergrundinformation zum oben eingefügten Bild und dem entsprechenden Sammlungssegment.
Theaterkritiken der letzten Jahrhunderte
Die Fotosammlung umfasst ca. 300.000 Fotografien, hauptsächlich zum deutschsprachigen Theater der Zeit von 1850 bis zur Gegenwart. Schwerpunkte sind das Theater der Weimarer Republik, Theater im Nationalsozialismus sowie das Theater in der Bundesrepublik in den 50er und 60er Jahren.
Mehr Informationen über die Bestände und die aktuellen Ausstellungen hier.
Theaterwissenschaftliche Sammlung, Schloss Wahn
Burgallee 2
51147 Köln
Tel (+49) 02203-60092 -0
info-tws(at)uni-koeln.de
Mittwoch, 13. November 2013
30 Jahre Kasseler Dokfest
Kämpferische Wurzeln hat das Kasseler Dokfest, das in diesem Jahr sein 30jähriges Jubiläum feiert. Die Eröffnung im vollbesetzten Gloria-Kino ehrte das Genre mit der Vorführung von Drifters (1929), ein Klassiker der Dokumentarfilmgeschichte, begleitet von dem Komponisten Rochus Aust und dem Stromorchester, eine gelungene Melange.
Für fünf Tage wird Kassels angenehm überschaubare Innenstadt zwischen KulturBahnhof,
Fridericianum, Gloria Kino und Filmladen zum ''Erkundungsraum jener
Cineasten, die zwischen Dokumentation und Fiktion die Bilder
unserer Zeit suchen'', so Dirk Schwarze, der die Geschichte des Festivals ausführlich auf dessen Website beschreibt.
Das umfangreiche Programm samt der Ausstellung MONITORING im Kasseler Kunstverein findet man hier ausführlich beschrieben.
Dienstag, 12. November 2013
Sonntag, 3. November 2013
Es war einmal: Raumtaucher, Robert Elfgen in der Kölner Simultanhalle
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| Die Einladungskarte des Raumtauchers Elfgen © Robert Elfgen und Simultanhalle |
Den Fortgang des Ausstellungsprogramms in der Kölner Peripherie - ein recht altes Dorf, inzwischen ein Stadtteil - genannt Volkhoven - dokumentiert die Website der Simultanhalle. Letztere ist übrigens perfekt mit dem Museum Ludwig, das zur modernen Ikone der Stadt Köln gewordene Ergebnis des mock-ups Simultanhalle, via S-Bahn verbunden. Und auch über den Werdegang des Künstlers Robert Elfgen kann man sich híer informieren:
- Ausstellungen in der Simultanhalle 2003-2013
- Robert Elfgen bei der Galerie Sprüth Magers
Donnerstag, 31. Oktober 2013
Freitag, 25. Oktober 2013
Friede, Freude und Eierkuchen II
Parallele zur pazifistischen G-36 Sabotage?
© U-Boot Frieden Postkarte eines unbekannten Meisters
Bereits 2012 hatte kunstlich.com über die zeitgenössische Dicke Berta - der Skandal um das krumme Gewehr G36 - der Bundeswehr berichtet, siehe hier. Unter dem Titel Die Sonne als Feind schildert Gerald Traufetter erneut (Spiegel 39/2013, S.40) die Satire über das deutsche Pazifismus-Strumgewehr.
Kurz vor der Wahl war dies wieder auf der Tagungsordnung. Experten wie Soldaten jedoch ist schon länger aufgefallen, dass das HK G36 - Standardschießzeug der deutschen Bundeswehr - bei Erhitzung, die etwa im Verlauf von Feuer-Gefechten entstehen kann, nicht mehr so gut trifft. Ein Schelm, wer ...
Dienstag, 22. Oktober 2013
Sonntag, 20. Oktober 2013
Kassel - Fridericianum: Speculations on Anonymous Materials II
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| © anonymous artists and Fotos Gerd Mörsch |
Ebenso positiv sollte die dankbar großzügige Präsentation erwähnt werden, die Arbeiten können atmen, haben Raum. Natürlich überlagern sich auch im Fridericianum leider ein paar Ton-Spuren der zahlreichen Multimedia-Arbeiten, aber das ist weit entfernt von den Zuständen auf der Biennale in Venedig. Auch der konsequente Verzicht auf Informationen an oder unter den Werken bzw. an den Wänden ist sehr lobenswert. Das Kunstwerk spricht erstmal nur für sich, darf schweigen...
Denn nur so entscheidet wirklich das geweckte Interesse, nicht die Gewohnheit vermeintlich richtiger Kunstbetrachtungsrituale, wird Raum für Neugier geschaffen, weil gelassen. Und Mann und Frau schauen sich die nicht unwichtigen Details zu den Arbeiten - was, wer, wann, womit etc. - dann wirklich erst an, wenn etwas Interesse am Detail, an Hintergrundinformationen zum hoffentlich einsetzenden Verständnis, geweckt wurde.
Mehr in Kürze, den Pressetext und die üblichen Serviceinformationen gibt es hier.
Pssst: Mittwochs freier Eintritt
Globalisierung war vorvorvor...gestern? 'Kolumbus Erbe' von Charles C. Mann
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| Kolumbus betritt Amerika, Kupferstich, 110 x 69 mm,Braunschweig, 18XX, aus: Die Entdeckung von Amerika : ein Unterhaltungsbuch für Kinder und junge Leute. 1 / Campe, Joachim Heinrich). - Bd. 1. - Frontispiz Quelle: Pictura Paedagogica Online |
Das alles erfährt man unterhaltsam und doch wissenschaftlich fundiert beschrieben in Charles C. Manns nun auf Deutsch erschienem Buch 'Kolumbus Erbe', daher dieser Buchtipp für alle, die Muße und Interesse haben.
Kolumbus' Erbe
Wie Menschen, Tiere, Pflanzen die Ozeane überquerten und die Welt von heute schufen
von Charles C. Mann
Rowohlt-Verlag, 816 Seiten
34,95 EUR
Mehr Informationen hier
Donnerstag, 17. Oktober 2013
last minute call: Ceal Floyer in Köln
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| Herzlichen Dank an Marlene, Nil und Nils, die den Erwachsenen zeigten, wie man den von Ceal Floyer bespielten Raum nutzen kann und sollte... © Foto Gerd Mörsch |
Nun war Floyer in Köln zu Gast und glänzte auch hier mit subtiler, subversiver Zurückhaltung, die zugleich als Hommage an den Architekten Wilhelm Riphahn gelesen werden kann. Mehr Informationen zur Kölner Ausstellung findet man hier.
Service:
Ceal Floyer
Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 11 – 18 Uhr
Dienstag – Sonntag 11 – 18 Uhr
TIPP: Technik Museum Speyer
Für Touristen, die Speyer und Umgebung unsicher machen und Dom und Brauhausbeschwert nach einem netten spielerischen Museum Ausschau halten, in dem Kinder und Nochspielkinder ihrem Forscher und Entdeckerdrang nachgehen können: Technik Museum Speyer
Es gibt so einiges zu sehen, Landefähren, Flugzeuge, Motorräder, Lokomotiven, PKW, LKW Busse, Schiffe, U-Boote.... eigentlich alles was sich irgendwie bewegt - und es bewegt sich, man kann es anfassen oder hineingehen. Man kann in eine in 30 Meter Höhe befestigte 747 oder in ein deutsches U-Boot aus den 60er Jahren hinein.
Ein Spass der sich lohnt und ganz nebenbei noch ein bisschen Wissen vermittelt...
Service
http://speyer.technik-museum.de
geöffnet 365 Tage im Jahr 9:00-18:00
14,00 € für Erwachsene (12,00 € Kinder)
Es gibt so einiges zu sehen, Landefähren, Flugzeuge, Motorräder, Lokomotiven, PKW, LKW Busse, Schiffe, U-Boote.... eigentlich alles was sich irgendwie bewegt - und es bewegt sich, man kann es anfassen oder hineingehen. Man kann in eine in 30 Meter Höhe befestigte 747 oder in ein deutsches U-Boot aus den 60er Jahren hinein.
Ein Spass der sich lohnt und ganz nebenbei noch ein bisschen Wissen vermittelt...
© Fotos: Iven Paschmanns
http://speyer.technik-museum.de
geöffnet 365 Tage im Jahr 9:00-18:00
14,00 € für Erwachsene (12,00 € Kinder)
Samstag, 5. Oktober 2013
Kassel - Fridericianum: Speculations on Anonymous Materials
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| © Foto Gerd Mörsch |
Wir werden uns die Ausstellung in Ruhe ansehen und berichten dann wie gewohnt ausführlicher über den als gelungen kolportierten Start der Saison in Kassel. Vorab daher an dieser Stelle nur der Pressetext:
''In einer Welt voll von generierten Bildern verändert sich der Auftrag der Kunst. Ein Nachdenken über diese oft hoch psychologisierten Bildwelten, die Formen der Bildwiedergabe und Bildrepräsentation ist zwingend. Die Relation von Bild und Sprache, Sprache und Körper, Bild und Raum, Objekt und Subjekt hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten rasant verändert. Während die originäre Bildgenese als primäre Aufgabe der Kunst entfällt, wird das Arbeiten mit bereits existierenden Bildern, Objekten und Räumen zum entsubjektivierten Ort der Reflektion. Es gilt, die Welt aus der Abstraktion zu begreifen und nicht die Abstraktion aus der Welt.
Das Moment des individuellen Schaffens wird nebensächlich, das Moment der Überführung der Bilder und Gegenstände in den Kunstraum als solches irrelevant. Die visuelle Reflektion erfolgt rhythmisch, prozesshaft und seriell. Die Wiederholung im Seriellen vollzieht sich dabei weniger im Spannungsfeld von Differenz und Gleichem als in einer unabschließbaren Vernetzung; allein in der variierenden Spekulation kann gedacht werden.
Durchdringender, staccato-artiger Sound und die serielle Poetik inkohärenter Narrative treffen in Ed Atkins’ Videos auf die hyperreale Präsenz und Kälte animierter menschlicher Körper.
Die Grenzen zwischen der vermeintlichen Immaterialität des Mediums und der Körperlichkeit des Betrachters werden bis zum Exzess strapaziert. Oberfläche, reale und virtuelle Räume, digitale Bildbearbeitung und analoge Inszenierung verdichten und überlagern sich in den Arbeiten von Michele Abeles zu komplexen Bildebenen und Bildbedeutungen. Ihre Arbeit verlässt die starre symbolische Ordnung der Dinge zugunsten einer stetigen Zirkulation der Bilder und ihrer wechselnden Betrachtung.
Die Ausstellung Speculations on Anonymous Materials bringt weltweit erstmals internationale künstlerische Positionen zusammen, die die Anonymen Materialien des rasanten und eingreifenden technologischen Wandels neu denken lassen.''
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| Neuer, alter Name, neues Logo; Pfeffer bezieht klar Position und zeigt das auch demonstrativ auf dem Zwehrenturm, wo sie eine Fahne installieren ließ. © Foto Gerd Mörsch |
Service:
Fridericianum: Speculations on Anonymous Materials
bis 26.01.2014
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel
Öffnungszeiten:
Di – So: 11 – 19 Uhr
Do: 11 – 20 Uhr
Eintritt:
5 Euro / ermäßigt 3 Euro
Freitag, 4. Oktober 2013
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